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Flüchtlingspolitik: Wedel setzt Zeichen gegen Rassismus

Am Donnerstag Abend war Ratsversammlung in Wedel. Soweit nichts besonderes. Doch als sich die 17-jährige Marieke Leidner zum Thema Flüchtlingspolitik zu Wort meldete, war alles anders…

Flüchtlingspolitik ist selbst in der weltoffenen Stadt Hamburg und eben auch in den umliegenden Gemeinden, wie etwa in Wedel, nach wie vor ein heikles Thema. Das wusste auch Marieke Leidner, Vorsitzende des Jugendbeirats, die sich am vergangenen Donnerstag in der Wedeler Ratsversammlung zu Wort meldete. Sie erklärte, dass sich die Wedeler Jugend für eine Mittelfreigabe zum Bau einer Flüchtlingsunterkunft an der Ecke Feldstraße, Rudolf-Breitscheid-Straße ausspricht. „Wir sehen darin eine große Chance für Wedel, die Bevölkerung vielfältiger zu machen.“, so die Schülerin. Zudem handelt es sich um eine ungenutzte Fläche und man könne so rassistischen Tendenzen entgegenwirken. Der Rat gab gegen die Stimmen der CDU die Finanzierungsmittel von voraussichtlich zwei Millionen Euro frei.

Auch in Blankenese wird das Thema Flüchtlingspolitik derzeit heiß diskutiert. Am Björnsonweg soll eine Flüchtlingsunterkunft gebaut werden, die 192 Menschen beherbergen soll. Nun hat sich eine erste Interessensgemeinschaft gebildet, da sich einige Bewohner über fehlenden Informationsfluss seitens der Behörden beklagen.

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Thorsten Kolsch