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Ausstellung „Nocturne – Wenn es Nacht wird“

Astrid Volquardsen bei der Arbeit. Foto: Privat

Die Künstlerin Astrid Volquardsen zeigt in der Ausstellung: „Nocturne – Wenn es Nacht wird“ realistische Pastell- und Ölbilder im Reepschlägerhaus in Wedel vom 15. Oktober bis 29. November 2015. Am Donnerstag, den 15. Oktober um 19:30 laden die Künstlerin und der Verein Reepschlägerhaus zur Vernissage im Schauenburgerstr. 4, 22880 Wedel.

Die Ausstellung ist vom 15. Oktober bis 29.November 2015 täglich geöffnet von 16 bis 22 Uhr (außer montags), sonntags geöffnet von 15 bis 22 Uhr.

Die Künstlerin ist zusätzlich am 8. und 22. November 2015 persönlich anwesend.

Das alte Seilmacherhaus in der Nähe zur Elbe könnte kein besserer Ort sein, um die Dämmerung- und Nachtbilder von der Elbe und dem Hamburger Hafen zu zeigen. Durch die künstliche Beleuchtung ergeben sich die unterschiedlichsten Lichtsituationen, die A. Volquardsen in Pastell- und Ölbilder umsetzt. Zu sehen ist ein Wechselspiel aus beleuchteten Schiffen und Schleppern des Hafens und als Kontrast dazu die fast schon monochromen Abendstimmungen von der Elbe, wo sich Formen und Farben auflösen.

Der Großteil der Ausstellung sind Pastellbilder. Diese entstehen alle im Atelier. Die Pastellmalerei bietet sich für diese Thematik besonders gut an, da die Leuchtkraft der Pigmente die Lichterreflexe außergewöhnlich gut hervorheben.

Bei der Vernissage wird die Künstlerin Einblicke in die Technik der Pastellmalerei geben.

Eine Besonderheit sind die Auswahl kleiner Ölbilder, welche draußen vor Ort „En Plein Air“ entstanden sind. Die Motive müssen sehr schnell umgesetzt werden, da die Farben mit zunehmender Dunkelheit schwer auf der Palette zu erkennen sind.

A.Volquardsen hat sich als eine der wenigen Pastellmalerinnen fest in Deutschland etabliert. Sie ist Preisträgerin 2013 Bronze Medal Award des Pastel Journal in Amerika sowie des Daler & Rowney Awards, in den Mall Galleries London.

Der Begriff Nocturne für diese Bildgattung geht auf den amerikanischen Maler James McNeill Whistler ( 1834- 1903) zurück. Ausgebildet in St. Petersburg und Paris, wählte er 1859 London als Lebensmittelpunkt, wo auch seine monochromen Nachtansichten der Themse entstanden. Die ersten Ölbilder dieser Serie hießen Mondlicht. Bei einem Zusammentreffen mit seinem Sammler Frederick Leyland, bekennender Musikliebhaber und Chopin Bewunderer, schlug dieser die Bezeichnung „Nocturne“ vor. Whistler war begeistert, doch seine Umwelt hatte ziemliche Schwierigkeiten mit diesen Bildern. Er war seiner Zeit wohl Voraus. Nachtbilder wurden schon vor Whistler von vielen Malern gemalt, wie z. B. Rembrand oder Georges de La Tour, aber seid Whistler ist der Begriff „Nocturne“ fest damit verbunden. Insbesondere in England und Amerika wird die Thematik im zeitgenössischen Realismus immer wieder aufgegriffen.

Über Anna-Lena Walter

Anna-Lena Walter