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Mein Arbeitsplatz! … im Wildgehege 


ARBEITSPLATZ HAMBURG 

Mein Arbeitsplatz! … im Wildgehege 

DR. MICHEL DELLING, ZOOLOGE

MEIN ARBEITSPLATZ: „… ist wild! Der Hirschpark in Nienstedten verdankt seinen Namen dem angesiedelten Hirschgehege, das der Kaufmann Johan Cesar VI Godeffroy Mitte des 19. Jahrhunderts in dem Park errichtete. Hier leben neben einer 16-köpfigen Herde Damhirsche auch ein Gänsepaar, einige Pfauen, Stockenten und Wildkaninchen. Das drei Hektar große Gebiet pflegen täglich zwei Forstmitarbeiter aus dem Klövensteen.“

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Hirschflüsterer …
Michel Delling wandert mit Schaufel, Harke, Besen und Futtereimer immer entlang der Einfriedung. „Ich kontrolliere, ob diese intakt ist und ob Besucher Abfälle in das Hirschparkgehege geworfen haben.“
Dr. Delling ist der Leiter des Wildgeheges im Klövensteen und damit auch für das Gehege im Hirschpark zuständig. Neben der täglichen Büroarbeit ist der promovierte Biologe gern auch mal draußen im Einsatz. 
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Michel Delling (31) lief schon als Kind mit Fröschen in den Taschen durch die Gegend

„Dabei kann ich mir dann gleich den Gesundheitszustand der Tiere ansehen.“ Denn im Hirschpark leben rund 16 Damhirsche. Vor Beginn der Runde geht es zunächst ins historische Hirschhaus, hier warten Geräte, Futter und Heu. Zunächst erneuert er das Heu, das direkt am Haus auf die Tiere wartet. „Das muss immer frisch sein, da sind die Herrschaften penibel“, scherzt der 31-Jährige. Danach beginnt er seine Runde über das Gelände, dabei folgen ihm die neugierigen Tiere auf dem Fuße. „Sie wissen, dass es gleich Futter gibt.“ Im Futterhaus wird aber vor dem „Frühstück“ erstmal reingemacht. Zunächst werden Stroh und Kiesel geharkt, danach die Tröge mit dem Besen gereinigt. Erst danach schüttet Delling eine Getreidemischung hinein. Während die Tiere fressen, setzt Delling den Gang fort. „Dabei finde ich es schön, wenn ich mit Parkbesuchern ins Gespräch komme, denn viele füttern die Tiere mit Äpfeln, Karotten oder Küchenresten.

Leider haben die gut gemeinten Gaben fatale Folgen für die Hirsche. Sie können das Essen nicht vertragen und leiden danach an Koliken.“ Delling rät: „Wer Eicheln oder Kastanien findet, kann diese gerne sammeln und im Forst Klövensteen abgeben. Wir verfüttern diese dann über das Jahr verteilt.“

Seine letzte Amtshandlung an diesem sommerlichen Apriltag ist, einigen kleinen Kindern besonders hübsche Federn zu schenken, die er bei seinem Rundgang gefunden hat. „Die Natur macht eben glücklich!“

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