Home / Magazin / Gesellschaft / Der Broterwerb – Mein Arbeitsplatz

ANZEIGE

Der Broterwerb – Mein Arbeitsplatz

ARBEITSPLATZ HAMBURG

Der Broterwerb – Mein Arbeitsplatz

Adlerauge 

„Im Notfall wird keine Zeit verschwendet und die Rettungskette aktiviert.“

YOLA RÖRIG, BADEMEISTER-ASSISTENTIN

„Ich bin Bademeister-Assistentin – im Bad Marienhöhe in Sülldorf. Wir sind zwischen April und September für die 26.500 Quadratmeter große Außenanlage zuständig. Bisher hatten wir in diesem Jahr 21.000 Besucher. In den letzten sechs Jahren hatten wir keine Rettungseinsätze. Trotzdem trainieren wir regelmäßig für den Ernstfall. Im Notfall setzt eine Rettungskette ein, dabei geht einer von uns ins Wasser, ein anderer nimmt den Verunglückten in Empfang. Gäste werden auch in die Rettung involviert.“

Aufmerksam beobachtet Yola Rörig das Schwimmbecken. Heute sind zwar nur wenige Stammgäste da, doch die Bademeister-Assistentin ist trotzdem immer in Habtachtstellung.

Yola Rörig (18) aus Bahrenfeld arbeitet im „Badma“
Yola Rörig (18) aus Bahrenfeld arbeitet im „Badma“
Die frischgebackene Abiturientin arbeitet seit Anfang der Saison im Bad Marienhöhe (kurz: Badma). Sie ist in dem vierköpfigen Team die einzige Frau. „Wir arbeiten nach dem Rotationsprinzip. Jeder von uns hat also täglich wechselnde Aufgaben.“

Zu den Tätigkeiten gehören neben der Beckenaufsicht auch die Kasse und Gartenpflege. „Die Abwechslung macht den Job für mich spannend.“

Dabei geht es Bademeistern meistens nicht um Aufregung, sondern um das Gegenteil. „Wenn ein Tag ohne größere Zwischenfälle oder gar Rettungseinsätze vergangen ist, sind wir zufrieden.“

Im Bad Marienhöhe ist seit Saisonbeginn im April noch niemand verunglückt. „Unsere Einsätze beschränken sich glücklicherweise meistens auf Wundversorgung, wenn zum Beispiel jemand in eine Scherbe getreten ist oder von einer Biene gestochen wurde.“ Gefühlt gibt Rörig am Tag 200 Pflaster, überwiegend an Kinder, aus. Größere Unglücke sind sehr selten.

„Hier in der Gegend legen die Menschen großen Wert darauf, dass ihre Kinder gute Schwimmer sind, und sorgen so für ihre Sicherheit im Becken. Dass macht unseren Job leichter.“

Besonderen Spaß hat die 18-Jährige im Umgang mit Kindern. Das Badma ist natürlich im Sommer Anziehungspunkt für Familien, da hat die Bademeisterin immer ein besonderes Auge auf die kleinsten Besucher. Toi, toi, ist aber bisher kein Einsatz im Wasser nötig gewesen. „Hoffentlich bleibt das so!“

Jörg Knör
Willy Tiedtke (GmbH & Co.) KG

Über Hamburger Klönschnack

Avatar