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Mein Arbeitsplatz als Hundetrainerin

Hundetrainerin
Foto: Klönschnack

Der 6./7. Juni ist der Tag des Hundes. Bundesweit werden der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und seine Mitgliedsvereine ein Aktionswochenende mit vielfältigen Aktivitäten rund um den Hund anbieten. Darum möchten wir heute den Arbeitsplatz als Hundetrainerin vorstellen.

Inka Plogmann ist Hundetrainerin – und an der langen Leine. „Ich arbeite täglich in Gruppen- oder Einzelstunden mit Welpen und ausgewachsenen Hunden an ihren Manieren. Egal ob zu Hause oder im Park, bei mir geht es darum, dem Vierbeiner zu verklickern, wer der Boss in der Familie ist, warum weglaufen nicht geht und beißen schon mal gar nicht. Zudem darf ich den Hundeführerschein abnehmen, damit der kleine Liebling auch mal ohne Leine laufen darf.“

Hundetrainerin Plogmann: „Mein Arbeitsplatz ist der Park“

Beherzt zieht Deerhound Richard an seiner Leine. Er will mit seinen Artgenossen spielen. „Aber jetzt ist Trainingszeit“, sagt die herzlich wirkende Hundetrainerin Inka Plogmann bestimmt. Ein Wort von ihr und Richard macht brav sitz. Die Othmarscherin unterrichtet seit 2006 Vierbeiner in Benimmregeln. „Mein Arbeitsplatz ist der Park und das Zuhause meiner Kunden, denn das ist des Hundes Revier. Da, wo er Probleme macht, müssen diese auch angegangen werden.“

Die meisten Kunden kommen mit klassischen Problemen zu der 50-Jährigen. Wenn der Hund ständig an der Leine zerrt, er nicht gehorcht oder sogar aggressiv wird.

„Hunde können wie Menschen sein – sensibel“

„Ich versuche, die Welt aus Hundesicht zu sehen, das macht sein Verhalten für mich verständlicher. Zunächst deute ich Mimik und Körpersprache, erst dann kann ich einschätzen, woran es genau hapert.“

Den Beginn der Schulung machen die klassischen Befehle wie „Sitz“, „bei Fuß“ und „hierher“. Hunde lernen praktisch und mit Wiederholung. Die Abfolge Name des Tieres, Rufwort wie „Sitz“ und das dazugehörige Handzeichen müssen immer gleich sein. Wenn der Hund richtig reagiert, wird mittels streicheln oder Leckerli gelobt. „Ich möchte, dass der Hund fröhlich und sofort reagiert, deswegen ist die Ansprache wichtig. Hunde sind da wie Menschen – sensibel!“

(Zuerst veröffentlicht im Klönschnack 08 / 2015.)

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Thorsten Kolsch