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Zeitmaschine in den Messehallen – DeLorean DMC-12

"Zurück in die Zukunft" in den Hamburger Messehallen (Foto: Stephan Wallocha)

Hamburg. Der DeLorean DMC-12 ist ein Phänomen: Mit dem Namen können wenige etwas anfangen, das Auto selbst dagegen kennt nahezu jeder. Der Sportwagen mit der matt-silbrigen Karosserie avancierte in den 80er Jahren zum heimlichen Star der Film-Trilogie „Zurück in die Zukunft“. Nun legt diese Zeitmaschine mit dem Fluxkompensator des Dr. Emmet Brown vom 19. bis 21. Oktober 2018 einen Zwischenstopp bei den Hamburg Motor Classics auf dem Hamburger Messegelände ein.

Am Stand von DMC Nord aus Hasloh wird die reale Geschichte des DeLorean ebenso wie seine Filmkarriere lebendig. DMC Nord-Betreiber Michael Wagner hat sich der Erhaltung der verbliebenen Klassiker verschrieben und eines der Autos originalgetreu in die Zeitmaschine der Filme verwandelt. Das Ergebnis dieser Verwandlung ist neben weiteren DeLoreans auf der Messe zu sehen.

Selbst Klassiker-Liebhaber, die den Blockbuster der 80er Jahre nicht kennen, werden von dem DeLorean DMC-12 und seiner spektakulären Geschichte fasziniert sein. Eine Geschichte, die auch vom einzigartigen Aufstieg und Fall eines Mannes handelt, der John Zachary DeLorean hieß und die Karriereleiter bis zur Position des Vizepräsidenten der Pkw- und Lkw-Produktion bei General Motors erklomm. Obwohl er später auch für die Position des Präsidenten im Gespräch war, verließ DeLorean das Unternehmen in den 70er Jahren und gründete die DeLorean Motor Company DMC. In Nordirland baute er ab 1981 den zweisitzigen Sportwagen DMC-12, zu dessen Charakteristika die unlackierte Edelstahlkarosserie und nach oben öffnende Flügeltüren zählten.

Anfangs sollte das Auto mit Sportwagen vom Schlage eines Porsche 911 oder einer Chevrolet Corvette konkurrieren, war jedoch weit entfernt davon. Es war deutlich zu schwer geraten, der eingesetzte 132 PS-Motor hatte Mühe mit den 1,3 Tonnen. Außerdem litt die Produktion unter Qualitätsschwankungen, die den Ruf des Wagens nachhaltig schädigten.

Bald schon geriet das gesamte Projekt in eine finanzielle Schieflage, die Firma und damit das Auto-Projekt waren nicht mehr zu retten. In Irland verloren 2.500 Mitarbeiter ihre Jobs, viele der etwa 9.000 hergestellten Autos wurden regelrecht verramscht. Damit war die Basis für die spätere Hollywood-Karriere des DeLorean gelegt. Denn die Produktionsfirma von „Zurück in die Zukunft“ war von den geringen Preisen, für die diese Autos zu bekommen waren, ebenso angetan wie von der futuristischen Optik des DMC-12.

Heute sind die verbliebenen DeLorean-Sportwagen gesuchte Raritäten. Weltweit sollen nur rund 6.000 Stück erhalten sein, in Deutschland wird die Zahl auf kaum mehr als 60 bis 70 Exemplare geschätzt. Wer eines davon erstehen will, kann längst nicht mehr auf Schnäppchenpreise vertrauen. In den einschlägigen Verkaufsportalen ist kein DMC-12 unter 40.000 Euro zu finden. Häufig liegen die Forderungen im Bereich um 65.000 Euro. Aber dafür gibt es eben eine legendäre Zeitmaschine, die jeder kennt – auch wenn viele ihren Namen nicht wissen.

Die Hamburg Motor Classics finden vom 19. bis 21. Oktober auf dem Gelände der Hamburg Messe statt. Geöffnet ist am Freitag von 12 bis 20 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Über Louisa Heyder