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Warnstreiks in Hamburg führen zu teilweisem Lockdown

Warnstreiks
Foto: Envato Elements

Warnstreiks in Hamburg: Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Hafenverwaltungen streikten am vergangenen Montagmorgen für eine Gehaltsanpassung. Heute fahren bis zum Mittag keine U-Bahnen. 

Kaum geöffnet, schon wieder geschlossen: 178 Kinderkrippen von Elbkinder, der Rudolf-Ballin-Stiftung, dem Arbeiter-Samariter-Bund und dem Hamburger Schulverein  waren gestern aufgrund des Warnstreiks geschlossen. Im Gesundheitswesen sei nach Angaben des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Betreibers der Asklepios-Klinik, dass die Patientenversorgung sichergestellt sei. Wie der Asklepios-Sprecher mitteilte, können einige Operationstermine verschoben werden.

Warnstreiks in Hamburg: 4,8% mehr Lohn gefordert

Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung  von 4,8 Prozent. Von dieser Aktion sind ca. 45.000 Beschäftigte betroffen, davon ca. 18.000 in Krankenhäusern, 6.500 in den Elbkinder-Krippen (Hamburgs größtem Kita-Betreiber), ca. 3.200 im städtischen Reinigungsdienst und 2.000 bei der HPA.

Bereits am vergangenen Freitag streikten die städtischen Reinigungsdienstleister, bei denen rund 400 Beschäftigte auf Antrag der Gewerkschaft die Arbeit unterbrachen. Viele Mülltonnen wurden nicht geleert, und Papierabfälle wurden nicht eingesammelt. Am Samstag wurden die Recyclinghöfe gestoppt.

Warnstreiks auch beim HVV

Am Dienstag Vormittag werden die Streiks im ÖPNV fortgesetzt. So sollen laut Gewerkschaft ver.di bis 12 Uhr keine U-Bahnen und Busse fahren. Schülerverkehre sowie Regional- und S-Bahnen sind von dem Streik ausgenommen. Ein Hochbahn-Sprecher teilte mit, dass man dennoch einige U-Bahnen losschicken könne, allerdings wären die Corona-Abstandsregeln in den Zügen nicht einzuhalten. Ab 15 Uhr rechne man mit einer Stabilisierung des Fahrplans. In Hamburg sind etwa 7.000 Mitarbeiter bei der Hochbahn und beim VHH von den Tarifverhandlungen betroffen.

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Thorsten Kolsch