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Reformationstag in Historischen Museen Hamburgs

Eine Modell des Hamburger Hafens von 1844 (Foto: SHMH/Sinje Hasheider)

Hamburg. Zum diesjährigen Reformationstag am 31. Oktober 2019 warten die Historischen Museen Hamburg von 10 bis 18 Uhr mit einem vielfältigen und spannenden Sonderprogramm für die ganze Familie auf. Der Eintritt ist in allen beteiligten Museen frei!

Im Museum für Hamburgische Geschichte bietet ein umfangreiches Angebot an Führungen die Möglichkeit, Hamburgs Geschichte in mehreren Sprachen aktiv zu entdecken und zu erleben. Im Altonaer Museum können bei der Eröffnung der Ausstellung „Talentschmiede“ der gemeinnützigen Lichtwarkschule die künstlerischen Arbeiten von Schülerinnen und Schüler bestaunt werden. Das Museum der Arbeit widmet sich mit den Europeana Collection Days, Druck-Vorführungen des Künstlers Wolfgang Werkmeister sowie Kinderprogrammen zur Kunstdruckerei und in der Metallwerkstatt der Arbeitswelt vergangener Tage. Im Hafenmuseum Hamburg ist das Seenotrettungsschiff „Sea Eye“ zu Gast, dessen frühere Besatzung zu Gesprächen zur Verfügung steht.

Museum für Hamburgische Geschichte – Hamburgs Geschichte aktiv entdecken und erleben

Im Museum für Hamburgische Geschichte können die Besucher am Reformationstag die Geschichte der Stadt im Rahmen von zahlreichen Kurzführungen, die unter anderem in Englisch, Spanisch und Syrisch angeboten werden, aktiv entdecken und erleben:

12 – 17 Uhr: Hamburg-Rallye für Familien mit Kindern
10.30 Uhr/11.30 Uhr: Führung in spanischer Sprache: Visitas guiadas en Español: El puerto – puerta al mundo
12 Uhr: Kultur auf der Bastion – Von der Stadtbefestigung zum Museum für Hamburgische Geschichte
12.30 Uhr: Guided Tour in English: A short walk through Hamburg’s History
13 Uhr: Familienführung: Goldene Masten und rollende Köpfe – Störtebeker und andere Piraten-Legenden
13.30 Uhr: Geschichte en passant – Straßennamen erzählen aus Hamburgs Geschichte
14 Uhr: Familienführung: Füer, Füer in de Diekstraat – Der Große Brand und ein neues Hamburg
14.30 Uhr: Direkter Draht – Liaison zwischen Museum und Elbphilharmonie
15 Uhr: Familienführung: Wo, bitte, ist die Hammaburg? Wie es mit Hamburg angefangen hat
15.30 Uhr: Führung durch die Dauerausstellung in syrischer Sprache
16 Uhr: Geschichte en passant – Straßennamen erzählen aus Hamburgs Geschichte
16.30 Uhr: Guided Tour in English: Modern Times and Booming Town – a fast growing city and port
16.30 Uhr: Familienführung: Bier für Kinder?! Wie die Hamburger im Mittelalter gelebt haben
17 Uhr: Führung durch die Dauerausstellung in syrischer Sprache

Altonaer Museum – Junge Talente entdecken

Im Altonaer Museum eröffnet am Reformationstag die Talentschmiede der gemeinnützigen Lichtwarkschule ihre neue Ausstellung und präsentiert die Arbeiten der Stipendiaten des vergangenen Jahres. Eingerahmt wird die Eröffnung der Auststellung von Führungen durch das Museum in mehreren Sprachen und dem Angebot der Sonntagskinder.
Gamification, Virtual Reality, Social Media – digitales Erleben und Sehen verändert die Art wie Jugendliche Ideen verarbeiten und visualisieren. Am 31. Oktober findet im Altonaer Museum eine Ausstellungseröffnung von Hamburger Schülerinnen und Schülern statt, die ein Kunststipendium der gemeinnützigen Lichtwarkschule erhalten haben. Sie konnten ein Jahr lang außerschulisch zwei Stunden wöchentlich im Atelier der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) ihr künstlerisches Ausdrucksvermögen vertiefen. Gäste sind am Reformationstag herzlich bei der Ausstellungseröffnung „Talentschmiede#7“ willkommen.

11 – 17 Uhr: Highlight-Führungen durch das Museum – zu jeder vollen Stunde in mehreren Sprachen
11 – 17 Uhr: Sonntagskinder – Offenes Angebot für Kinder: Es werden Hexenleiter-Kerzen hergestellt.
ab 14 Uhr: Ausstellungseröffnung Talentschmiede

Museum der Arbeit – Die Arbeitswelt vergangener Tage

Das Museum der Arbeit wartet am Tag der Reformation mit einem bunten Programm rund um die Arbeitswelt vergangener Tage auf:

10 – 18 Uhr: Europeana Collection Days 2019 – Europe at Work: Arbeitswelt im Wandel
Wie hat sich die Arbeitswelt verändert? Welche Ereignisse, Erlebnisse oder Dinge verbinden Sie damit? Die Europeana Collection Days 2019 Europe at Work sammeln Geschichten vom Wandel der Arbeitswelt. An Interviewstationen können die Besucher Mitarbeitern der SHMH ihre persönlichen Erfahrungen berichten, die dann auf Europeana, dem Portal für Europäisches Kulturerbe, publiziert werden. Ein zugehöriges Objekt kann digital erfasst und online Teil des Europäischen Kulturerbes werden. Der Collection Day findet auch am 1. November 2019 von 10 bis 17 Uhr statt.

10.30 – 12.30 und 14 – 16 Uhr: Vorführungen mit dem Künstler Wolfgang Werkmeister an der Drucker-Presse
Der 1941 geborene Wolfgang Werkmeister druckte seine erste Radierung mit 21 Jahren. Er hatte gerade ein Jahr zuvor sein Studium bei dem Illustrator und Graphiker Gunther Böhmer an der Stuttgarter Akademie begonnen und dort die Lithographie bei Erich Mönch, die Radierung bei Walter Raabe erlernt. Nach dem Ende seines Studiums im Jahr 1964 zog es ihn nach Hamburg. Sein zeichnerisches Talent wurde schnell offensichtlich, doch sehr bald entdeckte er die Radierung als Hauptausdrucksform. Die Radierung stellt ein grafisches Medium dar, welches Entscheidungen erzwingt und nicht im Ungefähren verbleibt. Bereits im ersten Jahr, in dem er sich mit ihr beschäftigte, beherrschte er ihr Handwerk und ihre Technik perfekt. Werkmeister erwies sich als ein Naturtalent des Radierens. Am Tag der Reformation haben die Besucher Gelegenheit, Wolfgang Werkmeister beim Drucken zuzusehen und mit ihm ins Gespräch zu kommen.

11 Uhr/13 Uhr/15 Uhr/17 Uhr: Führungen durch die Dauerausstellung
12 Uhr/14  Uhr/16 Uhr: Führungen durch die neue Sonderausstellung „Die Nacht. Alles außer Schlaf“

11 – 18 Uhr: Vorführungen im Grafischen Gewerbe
In den grafischen Werkstätten zeigen Vorführungen und Aktionen die Vielfalt der historischen Drucktechnik: den Guss von Bleilettern, den Hand- und Maschinensatz, den Buchdruck auf der hölzernen Spindelpresse und dem industriellen Zylinderautomaten.

11 – 18 Uhr: Kinderprogramm in der Kunstdruckerei: Zeichnen mit der Nadel
Hier geht es um die Jahrhunderte alte Kunst der Kaltnadelradierung: Die Kinder ritzen mit einer speziellen Nadel eine eigene Zeichnung in eine kleine Platte und färben sie ein. Die Miniatur wird dann an einer sehr alten Presse gedruckt.

14 – 17 Uhr: Kinderprogramm in der Metallwerkstatt: Stanzen, Prägen, Emaillieren
Wie viele Arbeitsschritte es braucht, um eine kleine, bunte Medaille zu produzieren, können die Kinder hier selbst ausprobieren.

Hafenmuseum Hamburg – Open Ship des Seenotrettungsschiffes „Sea Eye“

Im Hafenmuseum Hamburg ist am Reformationstag das Seenotrettungsschiff „Sea Eye“ zu Gast. Einst als Fischkutter „Sternhai“ auf den Weltmeeren unterwegs, fuhr das Schiff von 2016 bis 2018 im Mittelmeer als Rettungsschiff der NGO Sea-Eye e.V. und rettete mit seinen rund 400 Freiwilligen knapp 12.000 Schiffbrüchige vor dem Ertrinken. Das Schiff, das für die Seenotrettung nicht mehr geeignet ist, liegt jetzt in Hamburg und dient als Erinnerungs-, Dokumentations- und Veranstaltungsort.  Beim Open Ship am 31. Okotber 2019 können sich die Besucher im Gespräch mit der früheren Besatzung ein eigenes Bild zur Seenotrettung im Mittelmeer machen.

10 – 18 Uhr: Besichtigung und Führungen über das Schiff
12 bis 13 Uhr: Eröffnung einer Fotoausstellung zum Thema Seenotrettung von Daniel Kempf-Seifried
15 Uhr: Andacht mit Pastorin Corinna Schmidt (Mennoniten) und Bischof Michael Wüstenberg

Weitere Informationen unter www.shmh.de.

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