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Leitungswasser statt Flaschenwasser: Hamburger könnten viel Geld sparen

Leitungswasser statt Flaschenwasser
Foto: Unsplash

Leitungswasser statt Flaschenwasser. Für viele immer noch unvorstellbar. Denn obwohl Hamburgs Krahnwasser von guter Qualität ist, geben die Hamburger lieber viel Geld für Flaschenwasser oder Filter aus. Nach Ansicht von Tristan Jorde von der Hamburger Verbraucherzentrale könnten solche überzogenen Ausgaben überflüssig sein.

Jeder Deutsche verbraucht etwa 120 Liter pro Person und Tag, und nur 4 Prozent entfallen auf den Konsum (Essen und Trinken). Trotz der guten Qualität des Leitungswassers tragen die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland jährlich durchschnittlich 137 Liter Mineralwasser in Flaschen für den Hausgebrauch zu sich nach Hause – und zusätzlich zu den hohen Kosten verursacht es weiteres Verpackungsmaterial, das wieder in den Recycling-Kreislauf muss – oder gar Müll. Zum Vergleich: Leitungswasser kostet etwa 3,65 EUR pro Jahr bei einem Verbrauch von zwei Litern pro Tag.

Leitungswasser statt Flaschenwasser: Doch woher kommt das Hamburger Wasser?

In Hamburg sorgen 17 Grundwasserwerke dafür, dass kaltes Wasser zuverlässig aus dem Hahn kommt. Im natürlichen Kreislauf durchläuft das Wasser die Luft und den Boden in mehreren Stufen. Sind sie mit Feinstaub oder Düngemitteln und Pestiziden verunreinigt, gelangen die Schadstoffe auch ins Grundwasser. Das größte Problem bei der Grundwasserversorgung ist die Bodenverschmutzung. Die Lösung: Die Einrichtung von Wasserschutzgebieten. Alternativ werden die Wasservorkommen aus tieferen Regionen bezogen. Das Grundwasser wird mit Belüftung und Filtern behandelt. Auch etwas Chlor wird hinzugefügt, bevor es in die Rohre gelangt.

Strenge Qualtätskontrollen – jedenfalls bis zum Haushalt

Das Hamburger Leitungswasser unterliegt zu jeder Zeit einer strengen Qualitätskontrolle – auf dem letzten Weg zum Verbraucher kann es jedoch noch verschmutzt werden. Das kann daran liegen, dass sich Wasser in den Anschlüssen oder Leitungen im Haus sammelt und erwärmt. Grundsätzlich gilt Folgendes: Organismen vermehren sich am besten in heißem Wasser. Deshalb ist es zum Konsumieren immer wichtig, das Wasser vor dem Trinken des Leitungswassers ein wenig laufen zu lassen – bis das Wasser völlig kalt ist. Dies gilt insbesondere für das erste Glas Wasser am Morgen.

Leitungswasser statt Flaschenwasser: Der Wassertest von „Hamburg Wasser“ hilft

Wer sich aufgrund der vielleicht alten Rohrleitung im Gebäude oder aus anderen Gründen unsicher ist, kann einen Wassertest bei „Hamburg Wasser“ anfordern. Wenn Blei oder andere gefährliche Elemente gefunden werden, sollte der Eigentümer der Immobilie kontaktiert werden, um die obligatorische Renovierung der Rohrleitungen zu veranlassen.

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Thorsten Kolsch