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Staatsanwaltschaft Hamburg kämpft gegen Coronahilfen-Betrug

Coronahilfen-Betrug
Foto: Envato Elements / johan10

Die Staatsanwaltschaft in Hamburg kämpft gegen Coronahilfen-Betrug, also Unternehmen, die wissentlich falsche Angeben gemacht haben, um in der Coronavirus-Krise Nothilfe zu erhalten.

Die Coronavirus-Krise hat viele Unternehmen in Hamburg getroffen, vor allem kleine und mittlere. Um die Notsituation zu minimieren, stellte der Staat und die Bundesländer Milliarden von Soforthilfen und Krediten zur Verfügung. Viele Kriminelle betrogen jedoch den Staat, um so leicht an Gelder zu kommen, die ihnen nicht zustehen. In Hamburg leitete jetzt die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung ein, um die Betrüger zu ermitteln.

Coronahilfen-Betrug: Staatsanwalt ermittelt gegen falsche Identitäten

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind bereits seit Ende Juni einige Ermittlungen im Gange. Die Kriminalpolizei in Hamburg kündigte zudem an, 900 bis 1.000 neue Fälle zur Untersuchung übergeben zu können. Viele Betrüger haben bei der Antragstellung offenkundig falsche Daten verwendet, um Nothilfe zu erhalten. So betrachtet die Staatsanwaltschaft Anträge, die unter falscher Identität gestellt werden, als gewöhnlichen Betrug. Bereits im April kam es zu einem vorübergehenden Zahlungsaufschub durch die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB), weil Kriminelle Firmen und Freiberufler auf gefälschte Webseiten lockten, um persönliche Daten zu sammeln und so staatliche Hilfen zu erhalten.

Trotz Corona-Betrug: Rettungshilfen können noch beantragt werden

Noch bis Ende August können Unternehmen und Freelancer in Not die Hilfe beantragen, allerdings mit einer kleinen Hürde: Der Antrag darf nur noch über einen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater erfolgen und nicht mehr wie zu Beginn der Krise über natürliche Personen und Unternehmen.

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Thorsten Kolsch