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Corona-Impfung: AstraZeneca-Stopp auch in Hamburg

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Foto: Unsplash

Der AstraZeneca-Stopp bringt auch den Impfplan in Hamburg durcheinander: Gestern Abend hieß es noch, dass Hamburg der Entscheidung der Bundesregierung folgt und die Impfung mit dem Vakzin stoppt. Nun heißt es, dass bereits abgemachte Termine eingehalten werden sollen. 

Der Grund für das AstraZeneca-Chaos ist schnell ausgemacht: Berichte über Nebenwirkungen sind die Hauptsorge. Es wurde unter anderem über Blutgerinnsel im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung mit dem Präparat berichtet. Die Aussetzung sei vorsorglich und der Impfstoff werde überprüft, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wird entscheiden, ob und wie die neuen Erkenntnisse die Zulassung des Impfstoffs beeinflussen werden.

AstraZeneca-Stopp: 23.000 Impftermine behalten Gültigkeit

„Wir hatten für die kommenden Wochen 23.000 Impfungen mit AstraZeneca geplant und dafür Termine vereinbart“, so die Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) gegenüber dem NDR. Ihr Plan sei es nun, diese Impftermine einzuhalten, die Menschen jedoch mit einem anderen Impfstoff, etwa durch zurückgehaltene Vakzine zu impfen.

Neue Termine werden nicht vergeben

Während die Zweitimpfungen mit AstraZeneca vorerst ausgesetzt wurden, werden auch generell derzeit keine neuen Impftermine vergeben. Der aktuelle Impfstopp bringt den Zeitplan somit auch in Hamburg durcheinander. Nach Angaben der Sozialbehörde gab es in Hamburg bis zum 14. März etwa 45.400 Erstimpfungen mit AstraZeneca, aber noch keine Zweitimpfungen. Unterdessen erwartet Deutschland im zweiten Quartal die Lieferung von mehr als 63 Millionen Impfdosen. Ob es in dem Umfang dazu kommt, hängt nun auch von der Entscheidung der EMA in Bezug auf den AstraZeneca-Impfstoff ab.

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Thorsten Kolsch