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Wissenswertes für das eigene Osterfeuer an der Elbe

Osterfeuer in Blankenese
www.mediaserver.hamburg.de, Christian Spahrbier

Blankenese. Helle Flammen lodern am Elbstrand auf. Zahlreiche Hamburger feiern am 26. März 2016 das alljährliche Osterfeuer, um das nasskalte Winterwetter zu vertreiben und den Frühling einzuläuten. Entlang der Elbe von Övelgönne bis hin zum Falkensteiner Ufer werden bis zu 16.000 Schaulustige erwartet.

Bereits Wochen vorher sammelt die Stadt Holz am Elbstrand und schichtet sie zu großen Stapeln auf. Am Samstagabend entzündet die Feuerwehr diese feierlich bei Sonnenuntergang – also gegen 18.45 Uhr. Bei den großen Feuerplätzen, wie am Strandbad in Wedel, in Wittenbergen in Rissen oder am Strandweg und Mühlenberger Loch in Blankenese übernimmt jeweils die örtliche Freiwillige Feuerwehr die Aufsicht. Was sollten Privatpersonen beachten, die ihr eigenes Osterfeuer entfachen möchten?

Grundsätzlich sind Osterfeuer in Hamburg geduldet. Voraussetzung für ein privates Feuer ist eine Genehmigung des Grundeigentümers beziehungsweise des zuständigen Bezirksamtes, wenn das Feuer auf öffentlichem Grund stattfinden soll. Selbstverständlich sollten sich auch für Nachbarn keine Gefahren oder Belästigungen ergeben, so die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg.

Der Abstand der Feuer zu Gebäuden muss mindestens 100 Meter betragen. Bei Stroh- und Reetdachhäusern sogar mindestens 200 Meter. Auch zu verkehrsreichen Straßen und Bahnlinien ist wegen der starken Rauchentwicklung ein Abstand von 200 Metern einzuhalten. Der Holzstapel sollte höchstens fünf Meter hoch sein und einen Durchmesser von acht Metern nicht überschreiten.

Osterfeuer sind keine Möglichkeit zur Müllverbrennung. Behandeltes Holz, Gummireifen oder Dachpappe haben dort nichts verloren. Auch das Anzünden mit Benzin ist nicht nur gefährlich, sondern aufgrund der entstehenden Dämpfe umweltschädigend. Auf die Tierwelt muss ebenfalls Rücksicht genommen werden. Ist das Holz schon Tage vorher aufgeschichtet, suchen häufig Tiere wie Vögel, Igel und Wiesel Zuflucht darin. Damit das Feuer für sie nicht zur tödlichen Falle wird, sollte der Haufen rechtzeitig umgeschichtet und abgeklopft werden.

Tipp für das ganz besondere Ostefeuererlebnis
Wer nicht direkt am Feuer stehen möchte, kann eine zweistündige Hafenrundfahrt entlang der Osterfeuer mit dem Fahrgastschiff MS „Hammonia“ buchen. Die großzügigen Freidecks bieten den perfekten Blick auf die Osterfeuer und den nächtlichen Hafen. Beginn: 19 Uhr ab St.Pauli-Landungsbrücken 1, Erwachsene: 23 Euro, Kinder bis 14 Jahre: 12 Euro.

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Anna-Lena Walter