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Kranbetrieb im Museumshafen Oevelgönne

Museumshafen Oevelgönne

Der Museumshafen Oevelgönne stand am vergangenen Wochenende ganz unter dem Motto: Kräne in Aktion. Hamburgs ältester Elektrokran von 1898, aus den Kindertagen der Elektrifizierung des Hafens, war im Betrieb zu erleben. Die Hamburger Firma Kampnagel hatte diesen typischen Hafenkran 1898 gebaut. Bis 1989 war er am Rüschkanal in Finkenwerder für Strom- und Hafenbau im Einsatz. Auch der selbstfahrende Schwimmkran „HHLA I“, heute „Karl Friedrich Steen“, war bei seiner Inbetriebnahme 1928 im Hamburger Hafen eine Innovation.

Besucher konnten an beiden Tagen im Wechsel eine Vorführung beider historischer Kräne erleben. Der Schwimmkran hievte täglich das Festmacherboot FIETE (Baujahr 1960) vom Museumshafen Oevelgönne an Deck. Ergänzt wurden die Vorführungen jeweils im Anschluss durch fachkundige Erklärungen der ehrenamtlichen Besatzung über ihren Schwimmkran HHLA I.

Mehrere Schiffe machten das erste Mal mit:
Der Dampf-Eisbrecher „Stettin“ ist das weltweit größte kohlebefeuerte seegehende Dampfschiff. Als er 1933 in Hamburg in den Dienst gestellt wurde, war er der bis dahin größte Eisbrecher unter deutscher Flagge. Die Vereinsmitglieder führten von der Kommandobrücke bis zum Kesselraum und zeigten anschaulich, wie auf einem Kohledampfer der 30iger Jahre gearbeitet wurde. Die „Repsold“ lud zu kleinen Hafenrundfahrten ein. Das Feuerlöschboot, das 1941 in Finkenwerder gebaut wurde, war an zahlreichen Löscheinsätzen im Hamburger Hafen beteiligt, half aber auch während der Großen Flut 1962. Der Lotsenschoner No 5 „Elbe“ ist Hamburgs letztes erhaltenes Seeschiff aus der Ära des Holzschiffsbaus. 1883 lief er in Steinwerder vom Stapel. Die Fördervereinsmitglieder informieren über den Holzschiffbau im 19. Jahrhundert und erzählen von der wechselvollen und spannenden Geschichte des Schiffes. Im „Salon“ gab es einen Film über die Kap-Horn-Umrundung des Schiffes 1932 zu sehen.

Im Hafen gibt es natürlich noch einige weitere Schiffe zu entdecken.
Der Schlepper „Fairplay VIII“ machte „Open Ship“. Die Gäste erwartenden Führungen zu Antrieb, Navigation und Arbeit an Bord. Auf der „Cap San Diego“ war von der Maschine bis zur Brücke und vom Bug bis zum Heck alles zu besichtigen. Mitten im Hamburger Hafen lernten die Besucher im Hafenmuseum Hamburg den klassischen Stückgutumschlag aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennen – mit Schiffen, Eisenbahn, Schuppen und Kränen. Die Hafensenioren erläuterten die Arbeit im Hamburger Hafen gestern und heute. Im Hansahafen wurde das historische Tauchen mit Kupferhelm vorgeführt.

Die Bootswerft Hamburg-Cranz ist eine der wenigen erhaltenen Beispiele für die einst knapp 300 kleinen Bootswerften im Raum Hamburg, die an der Elbe oder ihren Nebenflüssen lagen. Der Eigentümer führte persönlich über die Werft mit ihrer Werkstatt aus dem 18. Jahrhundert, der über 100jährigen Bootshalle und der Slip Anlage.

Im Schellfischtunnel wurden mehrmals täglich Führungen zur Geschichte und Bedeutung dieses knapp ein Kilometer langen Teils der Altonaer Hafenbahn angeboten.

Das Wasserwerk Kaltehofe begrüßte den Herbst mit einem Fest für die ganze Familie. Überall auf dem Gelände fanden Mitmach-Aktionen statt.

 

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Anna-Lena Walter