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Der Wochenmarktführer für die Elbvororte

Wo Tanker, Pötte und Containerschiffe vorbei ziehen und nur ein paar Meter weiter alle Waren dieser Welt ausgeladen werden, wo könnte es einen besseren Platz für Wochenmärkte geben, als direkt an der Elbe? Ob in Nienstedten, Rissen oder Blankenese: In den Elbvororten haben Wochenmärkte Tradition. Schon seit den 1920er Jahren reihen sich da exotische Flugmangos an frisch gefangenen Fisch und Salatgurken aus dem alten Land. Der Wochenmarkt-Atlas zeigt die schönsten Stände, die schmackhaftesten Leckerbissen und den lustigsten Schnack aus jedem Stadtteil.

Wochenmarkt in Flottbek: Der Traditionelle

An der Osdorfer Landstraße erwacht das Marktleben bereits seit 60 Jahren mittwochs und samstags ab 7 Uhr. Der Marktplatz ist groß, erstreckt sich über den gesamten, neu gestalteten Fernando-Lorenzen-Platz. Da kann aus dem Einkaufsbummel ein richtiger Spaziergang werden. Hier treffen die Besucher auf alle „Markt-Klassiker“: Obst und Gemüse aus dem regionalen Raum, kleine Stände mit frischen Kartoffeln und Eiern und so manchen Verkäufer, der einen flotten Spruch zum Wechselgeld dazu gibt. Frisch gepulte Krabben wandern jeden Samstag in die Körbe – der Stand kommt extra von der Nordsee. Blumenstände gibt es zahlreiche, Exoten, wie der Tiroler Bergspezialitäten-Stand sind eher die Ausnahme. Und wer nach dem Marktbesuch sofort Hunger verspürt, auf den wartet am Ausgang auch die ein oder andere markttypische (Curry-)Wurst vom Grill.

Wochenmarkt Flottbek: Osdorfer Landstraße 1a
Mittwochs und freitags von 7 Uhr bis 13 Uhr
 

Wochenmarkt in Blankenese: Der Feine

Die Blankeneser lieben ihren Markt – insgesamt vier Mal die Woche wird in der Blankeneser Bahnhofsstraße probiert, verhandelt und gekauft. Und das meist bei Ständen, die seit mehr als 40 Jahren auf dem Marktplatz stehen. Und bei Obst, Gemüse, Fleisch und Käse bleibt es nicht. Feinkosthändler aus heimischer und südländischer Küche warten mit Spezialitäten wie Ziegenkäse-Tarte mit Honignote oder feurigen Antipasti-Dips auf. Der Duft von Honig, Gewürzen und Kräutern regt die Phantasie für neue Rezepte an. Wer dafür gern Bio- und Öko-Produkte verwendet, geht mittwochs auf den Öko-Markt. Dort bietet eine exklusive Auswahl an Händlern ausschließlich regionale Produkte an.
Die Anziehungskraft des Marktes hat sich mittlerweile auch auf Hobby-Schneiderinnen und Kunsthandwerker übertragen, die ein kleines Plätzchen zum Verkaufen suchen.
Mitten im „Dorfkern“ auf dem Marktplatz darf natürlich auch der ein oder andere Schnack mit Nachbarn, Kollegen oder Blankeneser Originalen nicht fehlen. Wer das feine Flair erleben möchte, kommt dienstags, freitags oder samstags, mittwochs öffnet der Ökomarkt.

Wochenmarkt Blankenese: Blankeneser Bahnhofsstraße 29
Dienstags von 7.30 bis 14 Uhr, freitags von 7.30 bis 18 Uhr, sonnabends von 7.30 bis 13.30 Uhr, Ökomarkt mittwochs von 9 bis 13 Uhr.
 

Ökomarkt in Nienstedten- Der Mini-Markt

Dreieinhalb Stunden in der Woche reichen den Nienstedtern, um ihre Kühlschränke mit frischen Zutaten zu füllen: Der Ökomarkt am Nienstedtener Marktplatz umfasst zwar „nur“ sieben Stände, liefert aber trotzdem alle Bioprodukte für einen vollen Einkaufskorb. Der Grünkorb verkauft Obst und Gemüse direkt aus der benachbarten Hemdinger Heide, der Heringssalat von Neptun’s Reich kommt frisch zertifiziert aus Bremerhaven. In familiärer Stimmung bummelt man über einen ganz besonderen Markt, der gerade durch Übersichtlichkeit punktet und sich auf wesentliche, marktfrische Produkte spezialisiert. Fragen nach der richtigen Lagerung von frischem Fisch oder wie der Blumenstrauß länger hält, werden gern mit Geduld am Stand beantwortet.

Nienstedtener Ökomarkt: Nienstedtener Marktplatz
Freitags von 9 bis 12.30 Uhr
 

Fischmarkt in Altona: Der Klassiker

Jeder Hamburger sollte einmal da gewesen sein und für Touristen ist ein Besuch eh Pflichtprogramm: Der Altonaer Fischmarkt ist weltberühmt, hier wird seit 1703 alles gehandelt, was mit genügend Geschrei und ausreichender Überredungskunst an den Mann oder die Frau gebracht werden kann. Händler rund um Kultfigur „Aale-Dieter“ öffnen von April bis Oktober jeden Sonntag um 5 Uhr, in den restlichen Monaten um 7 Uhr, ihre Stände und bieten vom Apfel bis zur Yucca-Palme alles an.
Das gemischte Publikum aus Hamburger Originalen, feucht-fröhlich gestimmten Nachtschwärmern und neugierigen Besuchern macht die einzigartige Atmosphäre aus, die sich im sonntäglichen Sonnenaufgang über den Platz vor der Fischauktionshalle direkt an der Elbe legt. Neben den touristischen Attraktionen, eignet sich der Markt auch heute noch zum Kauf von frischem Fisch, Obst und Gemüse.
Wer sich besonders aufs Handeln versteht und sich nicht scheut, an den berüchtigten Auktionen gut gefüllter Weidenkörbe teilzunehmen, kann hier gute Schnäppchen schlagen. Denn ein ordentlicher preislicher Schlagabtausch gehört auf dem Fischmarkt einfach dazu. Begleitet wird der Marktbummel der besonderen Art von musikalischen Klängen, die zur gleichen Zeit von Livebands in der Fischauktionshalle angestimmt werden.

Hamburger Fischmarkt, Große Elbstraße 1
Sonntags von 5 Uhr (April bis Oktober) beziehungsweise 7 Uhr bis 9.30 Uhr

Über Anna-Lena Walter

Anna-Lena Walter