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Neuer Weg im Hessepark

Ronald Holst vor dem neuen Straßenschild im Hessepark.
Ronald Holst präsentiert stolz das neue Straßenschild im Hessepark.

Blankenese. Sechs Jahre nach dem ersten Antrag: Friederike-Klünder-Weg im Hessepark eingeweiht.

2014 wandten sich Ronald Holst und seine Frau Maike erst an die politischen Vertreter in Blankenese und anschließend an das Hamburger Staatsarchiv. Ihr Ziel: die Blankeneserin Friederike Klünder im öffentlichen Raum mit einem nach ihr benannten Weg durch den Hessepark zu ehren. „Der Antrag ist dann im Treibsand der Behörden verschwunden, niemand wusste zwischenzeitlich, wo der Fall gerade bearbeitet wurde“, berichtete Ronald Holst, Vorstand des Förderkreises Historisches Blankenese e.V..

An Wohltaten erinnern

Umso glücklicher waren die beiden, als ihr Antrag schließlich genehmigt wurde. Am 30. Januar enthüllte Ronald Holst feierlich die neuen Straßenschilder. Das Ehepaar war 2013 bei Recherchen zu ihrem Buch „Blankeneser Frauen“ auf die Wohltäterin gestoßen und wollte ihr Leben zurück ins Gedächtnis der Hamburger rufen.

Friederike Klünder (1776-1848) hatte zusammen mit ihrem Ehemann Rüter Klünder den Hessepark angelegt – genau dort ist ihr jetzt ein Weg gewidmet. Während die Pockenseuche umging ließ die gebürtige Blankeneserin sich als Impfhelferin ausbilden und impfte nach ihrer eigenen Familie 2.168 Menschen im Hamburger Westen. Auch während der Kontinentalsperre und der daraus resultierenden Arbeitslosigkeit und Hungersnot half das Ehepaar den Blankenesern. Während Friederike Klünder die Frauen zum Spinnen und Weben animierte, baute ihr Gatte eine Ölmühle, in der er arbeitslose Fischer beschäftigte.

 

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