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Neuentdeckt: Der Blankeneser Bahnhof im Wandel

Blankeneser Bahnhof
Der Blankeneser Bahnhof. (Foto: Klönschnack)

Der Blankeneser Bahnhof zählt zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten Hamburgs und zu den wichtigsten Wahrzeichen in Blankenese. In zwei Jahren blickt der Bahnhof auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Wir tun es schon heute.

Was kaum einer weiß: Der kleine, gemütliche Blankeneser Bahnhof teilt sein Schicksal mit 239 anderen Bahnhöfen in ganz Deutschland. Er gehört nämlich zur 3. Bahnhofskategorie und ist damit ähnlich groß und wichtig, wie der in Paderborn, Mülheim an der Ruhr oder Wittenberg. Angefangen hat alles am 19. Mai 1867, als der Kopfbahnhof und das zentrale Bahnhofsgebäude eröffnet wurde. Seit dem ist viel passiert. 1911 verband eine gleislose Oberleitungs-Bahn den Staatsbahnhof Blankenese mit dem Villenviertel Landhauskolonie Marienhöhe. 1914 wurde der Betrieb wegen des Ausbruchs des 1. Weltkrieges jedoch wieder eingestellt.

Der Blankeneser Bahnhof im Wandel der Zeit

Über die Jahre erhielt der Blankeneser Bahnhof immer wieder Neuerungen, neue Geschäfte und sogar Kunstobjekte. Ende der 1980er Jahre wurden große Teile des Bahnhofs saniert. Während die Zugangsanlage zwischen Hauptgebäude und Bahnsteig ein neues, das heute bekannte Design erhielt, war das schmucke Hauptgebäude weiterhin dem Verfall zusehends ausgesetzt. Dies änderte sich auch in den 90ern nicht: Zwischen 1993 und 1997 wurden zahlreiche Entwürfe für die Neugestaltung des Bahnhofsviertels vorgelegt, doch erst 2002 konnte eine Entscheidung herbeigeführt werden. Es begann die sukzessive Umgestaltung, angefangen von den Bahnhofzugängen Witts Allee und Am Klingenberg, die Straßenbrücke am Sülldorfer Kirchenweg, sowie die Sanierung des Bahnhofgebäudes. Im neuen Glanz wiederöffnet, steht seit 2008 dieses Wahrzeichen nun auch unter Denkmalschutz. 2009 war schließlich die Umgestaltung des kompletten Bahnofsumfeldes, samt Ladenzeile und Verkehrsführung, so wie wir sie heute kennen, abgeschlossen. Die Kosten beliefen sich auf 95 Millionen Euro.

 

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Thorsten Kolsch