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Erste Stufe der Elbvertiefung fertig

Containerriese befährt die Elbe nach abgeschlossener Vertiefung
Der LNG-Containerriese "Jacques Sadee" eröffnet die Elbvertiefung; © HPA / Julia Kück

Am gestrigen Montag hat die Wirtschaftsbehörde die Elbe offiziell für Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 13,4m freigegeben. Die 1. Stufe der Elbvertiefung ist damit abgeschlossen. Als erstes Megamax-Containerschiff hat die „Jacques Saade“ die neue Elbtiefe nutzen können. Der Containerriese wurde feierlich mit Wasserfontänen begrüßt. Die Hamburg Port Authority (HPA) schätzt, dass Schiffe nun bis zu 1.500 zusätzliche Container pro Fahrt in den Hafen transportieren können. Im Herbst soll die zweite Stufe der Vertiefung abgeschlossen werden. Diese bringt weitere 10cm Tiefgang.

Die Planungen für die Elbvertiefungen dauerten 10 Jahre an. Viel Kritik rührte sich von Seiten des Umweltschutzes. Hier merkte man an, dass die Vertiefung zu einer höheren Fließgeschwindigkeit führe. Dies könnte Folgen für den Fischbestand der Elbe haben. Dies wiederum hätte Konsequenzen für andere Tierarten, die vom Fischbestand abhängen. Die Abwägung zwischen wirtschaftlichem Nutzen und Zukunftsfähigkeit sowie dem Schutz der Umwelt sorgte immer wieder für Aufruhr und dem vorübergehenden Stopp des Projekts. Zuletzt trat ein Stopp wegen des schützenswerten und seltenen Schierlings-Wasserfenchels ein. Letztlich setzen sich wirtschaftliche Erwägungen durch.

Hintergrund der Elbvertiefung ist die Befahrbarkeit der Elbe für größere Schiffe. Nur dieser Umstand soll die Hansestadt in Zukunft konkurrenzfähig erhalten. Hamburg ist nach Rotterdam und Antwerpen Europas drittgrößer (Container-) Hafen.

Über Michael Wendland