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Ein gefährlicher Spaß: Baden in der Elbe

Badetote in Hamburg
Foto: Klönschnack

Blankenese. Oh du fröhliche Sommerzeit. Am Strandweg reihen sich die Handtücher aneinander, während ihre Besitzer ein erfrischendes Bad in der Elbe nehmen. Doch wer hier badet, geht ein hohes Risiko ein. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor dem Baden in der Elbe. Grund hierfür sind zahlreiche tragische Unfälle in den vergangenen Tagen. Aber auch die Wasserqualität spielt eine Rolle.

Die größten Gefahren beim Baden in der Hamburger Elbe sind:

  • Der Schiffsverkehr löst einen heftigen Sog und Wellenschlag aus, dabei entstehen gefährliche Strudel die Schwimmer mit sich ziehen können.
  • Die Strömung ist, laut der Behörde für Umwelt und Energie, circa 4,5 Kilometer pro Stunde schnell, sie legt also mehr als einen Meter pro Sekunde zurück – selbst geübte Schwimmer können da nicht gegangen kommen.
  • Auch wer nur im seichten Wasser steht, muss auf sich achten, denn große Schiffe verdrängen oft Massen an Wasser und sorgen damit für sogartige Unterspülungen der Strände. Schnell reißt es einen da von den Füßen und hinein in die Fahrrinne.
  • Von wegen gute Wasserqualität: Der aktuelle Report „Daten zur Umwelt“ vom 4. August 2015 zählt die Elbe zu den fünf schmutzigsten Gewässern Deutschlands – genauer gesagt liegt die Elbe an Platz 1. In dem Bericht heißt es: „Nirgendwo in Deutschland lagert so viel Quecksilber am Boden, wie in der Elbe. Das Schwermetall kommt am häufigsten in der Mündung der Saale vor“. Die industrielle Altlast wird dann mit der Strömung in Richtung Hamburg getragen.

Laut der Behörde für Umwelt und Energie ist das Baden in der Elbe zwar nicht verboten, sie rät aber davon ab. Einige Stellen sind sogar mit Warnschildern (wie zum Beispiel am Strandweg und am Falkensteiner Ufer) versehen, diese werden aber gern übersehen. In Wittenbergen steht übrigens eine von zwei Rettungsstationen des DLRG. Falls es doch mal ungewollt Flussabwärts geht.

Alternativ bietet sich ein Gang ins Sülldorfer Schwimmbad an.

Über Anna-Lena Walter

Anna-Lena Walter