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Kulturfestival [NOT] AT HOME zu Gast in Klinik

Film "Draussen in meinem Kopf" wird bei [NOT] AT HOME gezeigt.

Altona. In diesem Jahr findet die „altonale“ vom 1. bis 17. Juni 2018 zum 20. Mal in Hamburg statt. Ein Teil des altonaer Kulturfestivals wird dabei erstmalig in der Asklepios Klinik Altona stattfinden. Unter dem Motto „[NOT] AT HOME“ – „nicht zu Hause sein“ sich aber gleichzeitig an diesem anderem Ort – also im Krankenhaus – „zu Hause fühlen“ – werden vom 5. bis zum 12. Juni 2018 alle Sparten des Kulturfestivals in der Klinik zusammengeführt: Performance, Ausstellung, Lichtinstallation, Filmaufführung, Tanz, Theater und Lesungen greifen die Sehnsucht des „sich Verortens“ auf.

Dr. Klaus Schmolling, Geschäftsführender Direktor der Asklepios Klinik Altona: „Kunst und Medizin sind zwei Dinge, die traditionell eng verbunden sind. Gleichzeitig sind wir seit über 230 Jahren die Klinik in Altona und so eben auch mit dem Stadtteil eng verbunden. Darum freuen wir uns sehr, in diesem Jahr Gastgeber für dieses tolle Programm [NOT] AT HOME sein zu können.“ Gemeinsam mit den „altonale20“ Kultursparten konnten acht Tage kulturelle Intervention im Krankenhaus zu einem vielfältigen Programm umgesetzt werden.

Die Sehnsucht des sich Verortens greift die Theaterproduktion „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert in einem Zwei-Mann-Frontkabarett, in der Figur des Herrn Beckmann, unmittelbar auf. Eine Gruppenausstellung bildender Künstler aus Altona und Hamburg setzt sich mit den Patientenzimmern einer ehemaligen Station im 15. OG auseinander und interpretiert das Thema [NOT] AT HOME aus unterschiedlichen Blickwinkeln neu. Ein Tanzworkshop lädt Besucher, Patienten und Mitarbeiter ein, die gesundheitsfördernde Wirkung gemeinsamer Bewegung zu Musik zu erleben. Eine ebenfalls wohltuende, therapeutische Wirkung erzeugt die literaturbasierte Intervention „Shared Reading“ durch das gemeinsame Lesen von Texten und Gedichten. Im Eingangsbereich im 1. OG verbindet die Tanztheaterperformance „Sala de Espera“ das Leben mit der Kunst. Eine Tour durch den atomsicheren Luftschutzbunker liefert Einblicke in sonst verschlossene Räume. Der Spielfilm „Draußen in meinem Kopf“ ist großes Kino in einem Krankenhauszimmer und stellt an der Grenze zum Tod beiläufig die großen Fragen des Lebens.

„Ein Teil der „altonale20“ zu sein, macht nicht nur unsere Verbundenheit mit dem Stadtteil deutlich“, so Dr. Schmolling, „es ist gleichzeitig ein ganz vielfältiges Angebot für unsere Patienten und deren Angehörige, die so das Kulturfestival trotz ihres Aufenthaltes bei uns erleben können.“

Highlight:
[NOT] AT HOME_ FIlM: DRAuSSEN IN MEINEM KOPF
D 2018 / Eibe Maleen Krebs / 99 Min.
Sven, 28 Jahre, leidet an Muskeldystrophie. Gefesselt
ans Bett wird er von Pflegerinnen und FSJlern betreut. Christoph, der Neue, sprüht vor Enthusiasmus. Nun sitzt er täglich an Svens Bett, um ihn bei allem zu unterstützen, was er alleine nicht mehr kann: essen, duschen, Stereoan- lage bedienen…, während dessen spricht Sven ganz offen über seinen baldigen Tod und versucht das Beste daraus zu machen. Großes Kino in einem kleinen Zimmer, in dem an der Grenze zum Tod ganz beiläufig die großen Fragen des Lebens gestellt werden.

Zu Gast:
Eibe Maleen Krebs und Verena Gräfe-Höft (Junafilm) Präsentiert von der film altonale in Kooperation mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
Fr, 8. Juni, 19.30 Uhr, Carl-Bruck-Hörsaal, 2. OG Reservierung unter altonale.de/film

Asklepios Klinik Altona, Paul-Ehrlich-Straße 1, 22763 Hamburg

Das gesamte Programm von [NOT] AT HOME finden Sie hier.

Über Anna-Lena Walter

Anna-Lena Walter