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Der Süllberg – Blankeneses Krone

Ein Hügel auf Blankeneser Gebiet mit einer Höhe von 74,7 Meter über Normalnull. Der Süllberg ist Teil des Hochufers und hat eine reiche Historie.

1060/61 entstand hier die Burg und Propstei Adalberts von Bremen zum Schutz der Elbfähre. 1258 erbauten die Brüder Johann I. und Gerhard I. von Schauenburg eine weitere Festung zur Abwehr des Dienstmannes des Bremer Erz-bischofs, Gerhard II. 1837 folgte das dritte Bauwerk, das den Grundstein legte für die bis heute blühende Gastronomie auf dem Süllberg.

Gastwirtsburg

Der letzte Fährpächter Peter Georg Carl Hansen errichtete in jenem Jahr die „Gastwirtsburg“, die er bis 1850 ausbaute und mit einem hölzernen Aussichtsturm versah. 1860 überließ Hansen das Ensemble seinem Schwiegersohn Heinrich Detlev Rohr für 13.000 Mark Courant. 1887 bekam das Restaurant seine heutige Gestalt, inklusive des 20 Meter hohen Aussichtsturms und avancierte zu einem stadtweit bekannten Tanzlokal. Rohr vereinbarte 1895 mit der HADAG eine eigene Landungsbrücke, die „Blankenese Süllbergbrücke“ um noch größere Besucherströme in sein Etablissement zu befördern. 1902 erbte Rohrs Sohn Friedrich den Süllberg, der das Lokal erweiterte, jedoch früh starb. Die Familie Rohr blieb indessen bis nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Haus verbunden, richtete Hochzeiten aus, Tanzveranstaltungen und andere gesellschaftliche Ereignisse.

Ausverkauf

Erst 1990 konnte der Großinvestor Roland Ernst „den Süllberg“ erwerben. Ernst ging es alleine ums Geld. Er ließ das Restaurant 1994 schließen und verkaufte das Inventar während einer Auktion – zum Entsetzen der Elbvororte. Geplant waren nun Abriss und Neubau von 65 Wohnungen der höchsten Preisklasse. Dies konnte eine Bürgerinitiative unter der Führung von Monika Lühmann mit über 25.000 Unterschriften verhindern. Nach dem Konkurs übernahm eine deutsche Großbank den Süllberg. Umbauten und Sanierungen, die von 1999 bis 2002 dauerten, reanimierten den Bau als Hotel und Restaurant. Hier wirkt heute Sternekoch Karlheinz Hauser. Das Ziel seitdem: „Anknüpfen an den Glanz alter Tage.“ Besitzer ist heute der Investor Peter Möhrle.

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Tim Holzhäuser

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