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Die Eichenprozessionsspinner sind wieder unterwegs

Die Prozessionsspinnerraupen bei ihrer Prozession auf einer Eiche | Kleuske - Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Im Frühjahr sind wieder vermehrt die Nester der Eichenprozessionsspinner an den Bäumen zu erkennen. Die Raupennester sehen aus wie gelblich-weiße Gespinste. Das Problem mit dieser speziellen Raupenart ist ihre Behaarung. Die feinen Härchen brechen leicht ab und lösen mit dem enthaltenen Nesselgift oft schwere allergische Reaktionen bis hin zum Schock aus. Andere Symptome sind Juck­reiz und Haut­ausschlag, Augen­entzündungen und Atemnot. Bei der Sichtung der Nester oder der Raupen ist daher Vorsicht geboten. Die Raupen schlüpfen im April und werden etwa vier bis sechs Wochen später gefährlich. Zu dieser Zeit verlieren sie viele Härchen. Ende Juni verpuppen sich die Raupen und die Gefahr ist  vorbei.

So erkennen Sie die Krabbler

Eichenprozessionsspinner sind im jungen Lebensstadium gelblich-braun gefärbt. Die Farbe wechselt  später zu einem graublau bis schwarz. Die ausgewachsene Raupe hat eine Körperlänge von bis zu vier Zentimetern. Sie ist übersät mit feinen weißen Härchen. Je länger die Haare sind, desto größer ist die Gefahr, da sie leichter abbrechen und mehr Guft enthalten können. Die Raupen sind oft in einer größeren Ansammlung am Stamm zu finden (siehe Bild).

Keine Panik – Das können Sie tun

Nicht jedes weiße Gespinst an einem Baum stammt vom Eichenprozessionsspinner. Wie der Name schon sagt, bevorzugt die Raupenart die Eiche. Und selbst dort kann es sich auch um die Gewebe anderer Lebewesen handeln. Meiden Sie bei einer Sichtung vorsichtshalber das Areal weiträumig. Sollten Sie in Kontakt geraten sein, ist das schnelle Wechseln der Kleidung ratsam. Achten sie darauf, die Haare nicht herumzuwirbeln. Wenn möglich wechseln sie die Kleidung im Freien und bringen sie in einem Plastikbeutel zur Waschmaschine. Bei 60°C verliert das Nesselgift seine Wirkung. Wenn ihre Kleidung das aushält, ist diese Temperatur also ideal.

Duschen Sie sich gründlich ab. Vom Baden ist abzuraten, da die Raupenhaare wieder an ihnen haften würden. Gereizte Hautstellen können mit einer Cortisonsalbe oder Antihistaminika behandelt werden. Bei einer Augenreizung ist eine Spülung mit klarem Wasser wichtig. Bei schweren oder anhaltenden Beschwerden sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Über Michael Wendland