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THEMA: Elitärer Unterhalt

TIMS THESEN 

THEMA: Elitärer Unterhalt

Tim Holzhäuser schreibt hier seine monatliche Glosse
Tim Holzhäuser schreibt hier seine monatliche Glosse
Letztens fand ich durch Zufall heraus, dass ich einer Elite angehöre. Nämlich die der Väter, die für Kinder unterhaltspflichtig sind. Und zahlen! Laut einer Erhebung des Forschungsinstituts Prognos sind das in Deutschland nur 25 Prozent. Rund 75 Prozent zahlen nichts oder wenig, oder unregelmäßig. Erstaunlich! Der Rechtsanspruch der Mutter ist glasklar. Wer sich dem entzieht, der nimmt einen jahrelangen Kampf in Kauf. Ich kenne Männer, die haben ihre bürgerliche Existenz beendet, nur um nicht zahlen zu müssen. Zugegeben, wir reden hier nicht von kleinen Summen. Der Durchschnittsverdiener zahlt irgendwas zwischen 350 und 450 Euro pro Monat, das läppert sich … Aber deswegen gleich ganz hinschmeißen und hartzen?

Was sind nun die Gründe der Verweigerer? Fragt man Frauen, dann beginnen die Sätze gerne mit „Der Arsch …“ und sie handeln von asozialer (er) und nobler (sie) Gesinnung. Nun reden wir hier aber von etwa 510.000 Männern; das werden nicht alles asoziale Ärsche sein. Meine These ist Rache. Rache am System. Die wenigsten Väter werden Groll gegenüber dem Kind empfinden. Gegenüber der Mutter kann Wut hingegen lange anhalten. Das liegt aber nicht unbedingt an der Frau selbst, sondern an den rechtlichen Umständen des ganzen Theaters. Die Justiz hat sich auf die Seite der Mutter geschlagen, was einem Freifahrtschein gleichkommt. Eine Frau kann lügen, sie nähme die Pille oder sei überhaupt unfruchtbar. Wenn sie sich dann von einem treudoofen Mann schwängern lässt, ist er dran. Frauen können sich also den Kindeswunsch auch gegen den Willen eines Mannes erfüllen und anschließend muss er löhnen. Frauen können hinterher zugeben, dass das alles Vorsatz war, sie können reich sein und er arm – spielt alles keine Rolle. Über Jahrzehnte konnte sie ihm zeitgleich das Sorgerecht verweigern und bekam automatisch Recht. Er konnte sich also anlügen lassen, 150.000 Euro über 27 Jahre abstottern und dabei die Tür von außen betrachten. (Gnädigerweise dürfen Väter heute vor Gericht den Versuch unternehmen, das gemeinsame Sorgerecht einzuklagen.)

Als Vater muss man übrigens keinerlei Widerstand signalisieren. Nicht selten wird man trotzdem sofort bedroht. In einem Behördenzimmer kann die Stimmung eines feministischen Exekutionskommandos in der Luft hängen, da hat er noch nicht „Guten Tag“ gesagt. Ich kann daher verstehen, wenn Männer den großen Rappel kriegen und den Staat blechen lassen. Allein, es ist sinnlos. Die Rechnung bleibt offen. Väter sollten daher die positiven Seiten würdigen. Da ist zum einen das Kind und zum anderen eben die elitäre Zugehörigkeit. Ich rief übrigens nach dieser Erkenntnis sofort einen Freund an, der seine Brut auf einen kleinen Harem aufgeteilt hat und krähte ihm die gute Neuigkeit entgegen. „Richtig Klasse!“, war die Antwort. „Deswegen sitze ich aber auch noch im Büro!“

Naja, nun …

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