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Mindestens die Hälfte des Einkommens wird für die Miete ausgegeben

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Mindestens die Hälfte des Einkommens wird für die Miete ausgegeben

Der Finanztipp

Thomas Sobania, Leiter Vermögensoptimierung, Region Blankenese-Rissen
Thomas Sobania, Leiter Vermögensoptimierung, Region Blankenese-Rissen
Miete und Mietnebenkosten verschlingen einen großen Teil des monatlichen Nettoeinkommens. Dies ergab das aktuelle Haspa-Trendbarometer, eine repräsentative Umfrage unter mehr als 500 Bürgern in der Metropolregion im Auftrag der Hamburger Sparkasse. 16 Prozent der befragten Mieter müssen schon mehr als die Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben, 29 Prozent etwa die Hälfte. Bei 40 Prozent der Mieter sind es rund ein Drittel und lediglich 11 Prozent zahlt weniger als ein Drittel. Die Mehrheit der Mieter (64 %) würde lieber in den eigenen vier Wänden wohnen. Nur 28 Prozent sind gern Mieter. Aktuell verfügen nur 34 Prozent der Bürger über Wohneigentum, 66 Prozent sind Mieter.

Warum ändern diejenigen, die Eigentümer werden möchten, nicht ihre Situation? „Ich kann es mir nicht leisten“, ist die mit weitem Abstand häufigste Antwort. Als „derzeit ungerechtfertigt hoch“ empfinden 29 Prozent die Immobilienpreise. Angst vor einer hohen Kreditaufnahme und die grundsätzliche Ablehnung von Schulden sind für je 22 Prozent ein Grund. 17 Prozent der Mieter haben Angst vor Arbeitslosigkeit und einer damit verbundenen Zahlungsunfähigkeit, 15 Prozent möchten hinsichtlich des Wohnortes flexibel bleiben. Dass sie gern kaufen würden, aber keine passende Immobilie fänden, geben 14 Prozent an.

Eine Immobilienfinanzierung ist eine sehr langfristige Angelegenheit. Wir haben Kunden, die zahlen jeden Monat eine Rate von 1.000 Euro für Zins und Tilgung. Je nach Eigenkapital, Einkommen, Kaufpreis und Sondertilgung sind sie damit nach 25 bis 30 Jahren schuldenfrei. Wer jeden Monat eine Kaltmiete von 1.000 Euro bezahlt, ist nach 30 Jahren immer noch Mieter – wobei es nur selten Fälle gibt, dass die Miete über einen so langen Zeitraum konstant bleibt. Nach Berechnungen des Mietervereins zu Hamburg zum Mietenspiegel sind die Durchschnittsmieten seit 2011 um 18 Prozent gestiegen. Gegen solche Steigerungen ist man als Eigentümer geschützt. Mit einer gut aufgebauten Immobilienfinanzierung gibt es bis zum Ende der Laufzeit gleichbleibende Raten. Angesichts der nach wie vor niedrigen Baufinanzierungszinsen empfiehlt es sich, über den Kauf einer Immobilie nachzudenken. Nicht zu unterschätzen ist auch der Aspekt der Alterssicherung durch Wohneigentum. Die ersparte Miete wirkt im Alter wie eine zusätzliche Geldrente. Denn während beim Eigentümer im Laufe der Jahre meist der Wert der Immobilie steigt, sind es beim Mieter die Kosten. Bei einem späteren Verkauf hat der Eigentümer einen Grundstock für künftige Planungen, der dem Mieter fehlt.

Gern informiere ich Sie auch über andere Finanzthemen. Sie erreichen mich unter Telefon 040/3579-6510 oder per E-Mail an thomas.sobania@haspa.de.

Albert Schweitzer

Über Hamburger Klönschnack