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Neues Holz für alten Kutter

SCHIFFE UND MEERE 

Neues Holz für alten Kutter

Präsident Freiherr von Maltzahn

Der segelnde Hochseekutter Präsident Freiherr von Maltzahn wurde 1928 bei der Sietas-Werft gebaut.FOTO: MARK MICHAELIS – CC BY 2.0 
Der segelnde Hochseekutter Präsident Freiherr von Maltzahn wurde 1928 bei der Sietas-Werft gebaut.

FOTO: MARK MICHAELIS – CC BY 2.0 
Premiere im Museumshafen Övelgönne: Mit einer Crowdfundig-Aktion soll die Restaurierung des segelnden Hochseekutters sichergestellt werden. Bis Ende des Monats müssen 10.000 Euro eingesammelt werden.

Ohne ehrenamtliche Helfer und Sponsoren wäre der Museumshafen Övelgönne nicht vorstellbar. Dutzende Männer und Frauen legen bei jedem Wetter Hand an, klopfen Rost, malen und halten die maritimen Oldtimer so in Schuss.

Zu den spektakulärsten Aktionen im zurückliegenden Herbst zählte der Werftaufenthalt der „Präsident Freiherr von Maltzahn“, dem segelnden Hochseekutter HF.294. „Zwei Jahre lang fieberte die Crew der Maltzahn dem anstehenden Werftaufenthalt entgegen. Mitte Oktober war es soweit, der Schwimmkran HHLA1 rückte an, um die beiden Masten aus dem Rumpf zu heben.“

Hintergrund der aufwendigen Aktion: Nach 90 Jahren Nässe, Pilze und holzfressende Insekten müssen die Eichenholzplanken im Vorschiff erneuert werden.

So alt die Schiffe im Museumshafen auch sein mögen, geht es um Sponsoren und helfende Hände, betritt der Verein ganz moderne Wege. So soll der große Werftaufenthalt der „Maltzahn“ durch die erste Crowdfunding-Aktion in der Geschichte des Museumshafens sichergestellt werden. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis zum 31. Januar 2018 mindestens 10.000 Euro für die Restaurierung unserer Maltzahn zu sammeln.“ Dabei gilt: Wird das Ziel verfehlt, bekommt der Museumshafen kein Geld.

Autor: helmut.schwalbach@kloenschnack

www.museumshafen-oevelgoenne.de

RICKMER RICKMERS
Bilder aus der Erinnerung

Vom 5. Januar bis 28. März zeigt die Künstlerin „JoHanna“ in der Ausstellung „Erinnerung vor der Tür“ ihre Bilder auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers. Die Künstlerin war jahrelang aufgrund einer anhaltenden Krankheit an ihr Zuhause gebunden und sie stellte sich immer wieder vor, in der Hamburger Innenstadt, an der Elbe oder am Hafen entlang spazieren gehen zu können. Aus ihren Erinnerungen malte JoHanna Ausschnitte Hamburger Sehenswürdigkeiten mal fröhlich, mal grau in grau mit Acrylfarben auf großformatige Leinwände. Die Bilder wirken verschwommen, ungenau und abstrakt, aber so holte sie sich Hamburg in ihre kleine Wohnung. Am Freitag, den 5. Januar 2018 um 17.30 Uhr lädt die Malerin zu ihrer Vernissage an Bord ein.

HELGOLANDFÄHRE
Salon auf hoher See

Der neue Helgoland-Katamaran liegt auch bei stärkerem Seegang stabil in der See
Der neue Helgoland-Katamaran liegt auch bei stärkerem Seegang stabil in der See
Der Bau des neuen Katamarans liegt im Zeitplan. Im Dezember arbeiteten 247 Werftarbeiter und 60 Helfer im Hintergrund auf den Philippinen und in Australien an dem Schiff. Dabei werden 127 Tonnen Aluminium verbaut werden. Die Außenhülle steht bereits, nun beginnen der Ausbau und die Gestaltung des Innenraums. Das Innendesign wurde von dem australischen Designbüro Spear Green entworfen. Mit hochwertigen Materialien, einem ausgewogenen Farbzusammenspiel und einem ansprechenden Lichtkonzept wird der neue Katamaran moderner und komfortabler als der „Halunder Jet“. Eine Bar mit Blick auf das Wasser, breitere Sitze aus Leder, mehr Beinfreiheit und größtmögliche Fenster machen den Katamaran zum Salon auf hoher See. Bei der Entwicklung liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Komfort der Passagiere.

Dafür wurde die Form des Schiffs so entwickelt, dass es auch bei stärkerem Seegang stabil im Wasser liegt und die Wellenbewegung für Passagiere weniger spürbar ist. Der neue Katamaran wird im Frühjahr 2018 nach Hamburg überführt.

Info@helgoline.de

BUCHTIPP
Mit der Kamera begleitet

1985 wurden die 27,5-Meter-Seenotrettungskreuzer „Berlin“ und „Hermann Helms“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Dienst gestellt. Nach 32 Jahren hartem Dienst und mehr als 6.000 Einsätzen wurden sie 2017 durch zwei moderne 28-Meter-Neubauten, die neue „Berlin“ und die „Anneliese Kramer“, ersetzt. Der Autor, und Seefotograf Peter Neumann hat das Projekt mit seiner Kamera begleitet und lässt den Leser die Entwicklung, den Bau und die Indienststellung der neuesten Seenotrettungskreuzer aus nächster Nähe erleben.

Peter Neumann
TWINS – SK 36 SK 37
29,95 Euro
ISBN 978-3-7822-1298-4

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