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Vorweg, November 2017

Vorweg, November 2017

Klaus Schümann, Chefredakteur und Herausgeber Hamburger Klönschnack
Klaus Schümann, Chefredakteur und Herausgeber Hamburger Klönschnack

Liebe Klönschnack-Leserin,
werter Klönschnack-Leser,

Mit Kirche habe ich nichts am Hut!“, ist die geläufigste Kommentierung der Religionsverweigerer. Zugegebenermaßen fällt es vielen auch nicht gerade leicht, sich in unseren Zeiten für das Religiöse in den großen Glaubensgemeinschaften der Katholiken und Protestanten zu begeistern. „Die Welt stünde ohne Religionen besser dar,“ ist eine vehement zunehmende Erkenntnis im Kritikerlager. Die großen Religionen (Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Judentum) verlieren Anhänger an Sekten und kleine Glaubensgemeinschaften unterschiedlicher Couleur.

Selbst der vermeintlich so friedliche Buddhismus zeigt ein anderes Bild in Burma, wo Buddhisten Moslems töten und aus ihrem Land verdrängen. Beim Blick auf die Ansprache in unserem Lebensraum sind vielen Menschen die Rituale heutzutage gewöhnungsbedürftig und nicht gerade begeisternd. Die Folge: Kirche hat Probleme und versucht seit Jahrzehnten gegenzusteuern – für die Organisation und für den Glauben.

Mitglied kann man werden, aber glauben ist nicht so einfach. Braucht der Mensch das Spirituelle in Glaubensform? Die Gotteshäuser sind in etlichen Gemeinden von gähnender Leere, der Zulauf von älteren Generationen geprägt. Kirchen werden entwidmet und zu Appartmenthäuser, Veranstaltungsräumen oder Markthallen umfunktioniert. Warum ist das so? Müssten wir nicht unsere christliche Kultur mit Vehemenz dem vermeintlich unheilvollen Glauben anderer Religionen entgegensetzen? Ein großes Thema, dem wir uns für diesen Monat widmen. Fragen nach Relevanz stehen neben Kritik und Verteidigung. Letztlich wollen wir wissen: Hat die Kirche eine Zukunft?

Ihnen einen enstpannten November
Herzlich
Ihr Klaus Schümann

Übrigens: „Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen“. (Galileo Galilei)

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