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Komm rein, mein Junge!

HAUSBESUCH

 

Komm rein, mein Junge!

Peter Schlickenrieder, überzeugter Nienstedtener 

 

Zunächst einmal bittet Peter Schlickenrieder Ehefrau Victoria Voncampe um Klärung, ob er selbst denn geborener oder gebürtiger Nienstedtener sei. „Gebürtiger“, kommt ihre sichere Antwort. „Geborene bin ich“.  

 

Nachdem das geklärt ist, legt der Hausherr aber gleich Wert darauf, dass er sehr wohl – mit kurzen Unterbrechungen – immer in Nienstedten gewohnt habe und am Schulkamp die Grundschule besuchte. „Beim hier legendären „Fräulein Deppe“, fügt Peter hinzu. „Die kennt jeder, der oder die sie erlebt hat, heute noch. Frag’ nur mal die Älteren.“

Seine Liebe? Die gehört zuallererst seiner Frau Victoria und den zauberhafte Enkelinnen, die oft zu Besuch kommen. Seinem Lächeln ist zu entnehmen, dass er dabei fest an sie denkt. Sie sind neun, sechs und ein halber Jahr alt. Dann ist „Leben in der Bude“, freut sich „Opa Peter“. Und dann ist da ih gepflegter Garten, den sie am liebsten gemeinsam beackern („Das Bücken ist nicht das Problem, aber das Wiederhochkommen!)“.

Seit etwa zwanzig Jahren engagiert er sich im Bürgerverein Nienstedten, dem er gemeinsam mit Peter Schulz vorsteht. Die Redaktionsmannschaft kümmern sich um das Mitteilungsblatt „Der Heimatbote“, in dem monatlich verkündet wird, was lokal von Interesse sein könnte. Ebenfalls monatlich gibt es den „Nienstedten-Treff“, der immer gut besucht ist. Oder es werden Touren organisiert. Zum Museumshafen Oevelgönne etwa. Der Faszination der hier liegenden Boote kann sich kaum jemand entziehen.

„Das ist momentan mein liebstes“, Peter Schlickenrieder deutet auf das Werk „Violine“.
Peter Schlickenrieder bittet ins Haus und geht direkt zu dem aktuell favorisierten Werk von Victoria: „Violine“
Peter Schlickenrieder bittet ins Haus und geht direkt zu dem aktuell favorisierten Werk von Victoria: „Violine“
Ihn selbst interessieren insbesondere die Werke von Victoria, Materialbilder und Objekte, alle gegenständlich, die überall im großzügig angelegten Haus zu finden sind. „Das ist momentan mein liebstes“, Peter Schlickenrieder stellt sich gleich mal neben „Violine“.

„Ich glaube, dass gerade jetzt, wo das Internet alles überrollt, wieder vermehrt vor die eigene Haustür geschaut wird, auch zur Nachbarschaft. Globalisierung ist wichtig, Heimat aber auch“! Seiner Meinung nach denken die Menschen viel zu wenig lokal und mit Fürsorge an ihre Mitmenschen. Das wird vermehrt wieder eine Aufgabe der Bürgervereine.

Sein Garten und seine vier Wände sind sein Rückzugsbereich. „Zugegeben: ein besonders schöner“. Als wir uns verabschieden, machen wir uns kurz Sorgen … Spricht er schon mit sich? Irrtum: Mit einer ausgewachsenen Rabenkrähe, die gemächlich über den Rasen stolziert. „Die ist nämlich etwas gehbehindert.“ Er kennt sie eben alle, die ihn hier besuchen, und hat ein freundliches Wort für sie.

Autor: uwe.petersen(at)kloenschnack.de 

 

www.nienstedten-hamburg.de

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