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Jetzt liegt das Ziel in den Pyrenäen 

HAUSBESUCH

Jetzt liegt das Ziel in den Pyrenäen 

Uwe Szczesny, Geschäftsmann 

Altona, Lurup, Rissen, Blankenese – Uwe Szczesny kennt Hamburg aus mehreren Perspektiven. Als langjähriger CDU-Fraktionschef weiß er zudem, wie unterschiedlich die Quartiere strukturiert sind.  

An der Hausfassade ist das Relief eines Fisches befestigt. Im Inneren hängen Bilder mit maritimen Motiven. Im Bücherregal lehnt Fachliteratur zu den Themen Segeln und Bootfahren.

Auch einem Binnenländer würde hier schnell klar, dass er an der Küste, angesichts der vielen Stufen, im Blankeneser Treppenviertel zu Gast sein muss. Auch wenn die Hausherrin, nach der Art des Fisches an der Fassade gefragt, keine Antwort weiß.

Während sich die Lebensgefährtin des Hausherren diskret zurückzieht, erzählt Uwe Szczesny offenherzig aus seinem Leben. Das hat viele verschiedene Facetten. Der gebürtige Altonaer hält bei seinen Erzählungen nichts von Beschönigen oder Verschweigen. So berichtet er freimütig von seinem vorzeitigen Abgang vom Gymnasium Hohenzollernring, dem abgebrochenen Chemie- und Mathematik–Studium sowie zwei gescheiterten Ehen. Trotzdem scheint das nun über 70 Jahre währende Leben überwiegend geglückt.

Einen wesentlichen Teil der zurückliegenden Jahrzehnte nimmt bei Uwe Szczesny die Kommunalpolitik ein. „Politik war damals kein Ziel für mich. Ich wollte da nur mal reinschauen“.

Aus dem Schnuppern wurden viele Jahre. Mitte der 1970er Jahre als Hinterbänkler, später als Ausschussvorsitzender, seit 2003 als CDU-Fraktionsvorsitzender sitzt der Kommunalpolitiker mit einer neunmonatigen Unterbrechung in der Altonaer Bezirksversammlung. Die wird von anderen als erste Etappe auf dem Weg zu höheren Weihen gesehen, dem langjährigen Christdemokraten reichte der Fraktionsvorsitz. „Mich zog es nie in die Bürgerschaft.“

Nun nähert sich das politische Leben von Uwe Szczesny dem Ende. Mit dem jetzigen Stellvertreter Sven Hielscher steht ein Nachfolger bereit.

Den irgendwann scheidenden CDU-Fraktionschef lockt ein neues Ziel. Das liegt am Atlantik an der spanischen Grenze und wurde seit seinem ersten Besuch zum Sehnsuchtsort. „Ich bin begeistert von den französischen Pyrenäen.“

Auf endlose Treppen und gegenseitiges in die gute Stube gucken, lässt sich da locker verzichten.

Autor: Helmut.schwalbach(at)kloenschnack.de

www.cdualtona.de

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