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Generationen verbinden

MENSCH DES MONATS

Generationen verbinden

Beate Schmidt, Gründerin von „Jung und Alt e.V.“

Der Verein „Jung und Alt“ bietet mit generationsverbindenden Projekten wie dem „Oma-Hilfsdienst“ Unterstützung für viele Familien. Vor fast 40 Jahren gründete Beate Schmidt das Projekt.

Gründerin und zweite Vizepräsidentin Beate Schmidt vor dem Büro des gemeinnützigen Vereins, FOTO: JOHANNA RAEDECKE
Gründerin und zweite Vizepräsidentin Beate Schmidt vor dem Büro des gemeinnützigen Vereins, FOTO: JOHANNA RAEDECKE
Ich habe das Glück, in einer gut funktionierenden Großfamilie aufgewachsen zu sein. Oma und Opa wohnten mit auf unserem großen Grundstück, hier fand das geballte Familienleben statt“, erzählt Beate Schmidt. Ein Zusammenleben von Jung und Alt war schon in den Siebzigerjahren nicht selbstverständlich – das erfuhr Schmidt, als sie ihre beiden Töchter in den Kindergarten brachte. Die gelernte Sozialpädagogin und Tagesmutter erkannte, dass dieser Umstand geändert werden muss. Ihr Vorbild sah sie in England und Frankreich, die bereits generationsübergreifende Projekte vorzuweisen hatten. 1979 gründete sie daraufhin das Projekt „Oma-Hilfdienst“.

Mittlerweile ist aus dem Projekt der gemeinnützige Verein „Jung und Alt e.V.“ entstanden, der die Generationen auf verschiedene Arten zusammenbringt. Die größten Projekte sind der „Oma Hilfsdienst“ und die „Märchengroßeltern“. Bei dem Hilfsdienst betreuen erfahrene Senioren Kinder in Notsituationen wie Krankheitsausfälle oder Kita- Streiks. Doch auch zur Entlastung der Eltern können Ehrenamtliche angefordert werden.

„Der Verein ist für mich wie ein drittes Kind, das ich großgezogen habe.“

„Außerdem schicken wir Ehrenamtliche in insgesamt siebzehn Kindergärten, wo sie sich je nach Fähigkeiten engagieren“, erzählt Schmidt. „Da haben wir die Märchenerzähler, den Werkelopa oder die Ausflugbegleiterin. Unsere Ehrenamtlichen sind sehr wertvolle Schätze“, sagt sie stolz. Knapp 150 von ihnen sind regelmäßig unterwegs, um eine Idee zu unterstützen: „Jung und Alt können sich gegenseitig helfen – auch ohne familiäre Bindung.“

Der Verein finanziert sich durch Spenden und geringe Mitgliedsbeiträge. Derzeit sucht er dringend weitere Spender und Förderer, um den Familien weiterhin „Großeltern auf Zeit“ vermitteln zu können.

„Der Verein ist wie ein drittes Kind für mich und ich werde mich noch so lange ich kann für ihn einsetzen. Doch durch einige Umstellungen in diesem Jahr sind wir dringend auf Förderer angewiesen“.

Spendeninteressierte oder Senioren, die ebenfalls Hilfsgroßeltern sein wollen, finden Informationen unter www.jaz-ev.de.

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE85 25120510 0008434901,
BIC: BFSWDE33HAN

Autorin: johanna.raedecke(at)kloenschnack.de

www.jaz-ev.de

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