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Der Idee folgt die Disziplin

HAUSBESUCH

Der Idee folgt die Disziplin

Barbara Henneberg, Künstlerin

Die Hausherrin am heimischen Fügel „muss von dem, was ich tue, begeistert sein.“
Die Hausherrin am heimischen Fügel „muss von dem, was ich tue, begeistert sein.“
Wer mit so vielen Talenten ausgestattet ist wie die Hausherrin, verfügt über ein Bündel an Themen. Ein Treffen wird so schnell zum Parcours über Musik, Theater, Therapieformen und Yoga. 

Augenblicklich wird dem Besucher beim Betreten des Hauses deutlich, welche Rolle die Musik im Leben von Barbara Henneberg und ihrer Familie spielt. Instrumente wie für ein kleines Konzert liegen bereit. Dazu gehört ein Saxophon, ein Cello lehnt an der Wand, ein Akkordeon und eine Langeleik – eine norwegische, achtsaitige Zither – liegen griffbereit. Im Zentrum des Raumes steht ein Flügel, an dem Barbara Henneberg komponiert. Wer Glück hat, das nötige Verständnis mitbringt, für den singt die Hausherrin mit bezaubernder Stimme. Ist eine Komposition vollendet, steht im Souterrain des Hauses ein Tonstudio bereit.

„Ich habe die Welt schon früh als klangliche Welt erlebt“, sagt die vielseitige Künstlerin. Eine überbordende, mehr als musikalische Kreativität, deren Ergebnisse seit Jahren auch am Theater für Kinder erlebbar sind. So entstand die Musik für das Musical „Lupinchen und Robert“, die Theatermusik für Hans Falladas „Kleiner Mann – was nun?“ und der Soundtrack für „Der kleine Prinz“. Kürzlich erst stand Barbara Henneberg in einer Doppelrolle des Stückes „Traumfresserchen“ auf der Bühne des Theaters für Kinder. Sie müsse von dem, was sie tue, begeistert sein. „Sonst geht das nicht“.


„Ich habe die Welt schon früh als klangliche Welt erlebt.“ 

An ihrer Begeisterung für ganz unterschiedliche Musik lässt die vielseitige Künstlerin den Besucher teilhaben. Sie schätzt das ganze Spektrum der Musik. Gerade erst war sie mit ihrem Mann in der Hamburger Staatsoper. Barbara Henneberg schwärmt von Giacomo Puccinis „La Bohème“.

Quelle der Inspiration sind viele verschiedene Musikrichtungen: Gershwin und Bernstein, Jan Gabrarek und John Coltrane bis hin zu Brian Eno und David Byrne gehören dazu. „Ich möchte auch Hörgewohnheiten brechen“, so das Credo der Künstlerin. Talent und Begabung allein genügen nicht, das macht Barbara Henneberg klar. „Eine Idee überkommt mich spontan. Diese Idee braucht dann Ruhe und Disziplin“. So entstehen Texte und Musik, Regieeinfälle entstehen und Figuren für das Theater werden gefunden.

Woraus speist sich diese überbordende Kreativität? Hier zögert die Küsntlerin mit der Antwort, sucht erklärende Worte. Gern spricht sie von Prinzipien wie Ehrlich- und Fröhlicheit, Authentitzität und Disziplin.

Doch mehr als diese Charakteristika sagt die Kunst der Hausherrin. So setzt sie sich an den Flügel und singt aus ihrem Stück „Traumfresserchen“, das Sehnsuchtslied.

Autor: helmut.schwalbach(at)kloenschnack.de 

www.theater-fuer-kinder.de

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