Home / Magazin / Experten / Heilpflanzen entdecken

ANZEIGE

Heilpflanzen entdecken

ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 

Heilpflanzen entdecken

Spaziergang 

Wer im Forst Klövensteen spazieren geht, kann einige nützliche Pflanzen am Wegesrand erspähen FOTO: ENGELSCHALL
Wer im Forst Klövensteen spazieren geht, kann einige nützliche Pflanzen am Wegesrand erspähen 

FOTO: ENGELSCHALL
Der Frühling lockt endlich wieder in die Natur. Die Elbvororte warten mit zahlreichen Spots auf, die nicht nur durch ihre Schönheit, sondern auch durch ihren Nutzen bestechen. Heidi Mayerhöfer, Fachberaterin für essbare Wildpflanzen, berichtet über den Nutzen und die Heilwirkung von Pflanzen, die im Klövensteen oder in den Feldmarken zu finden sind.

Diplom-Biologin Heidi Mayerhöfer, Fachberaterin für essbare Wildpflanzen
Diplom-Biologin Heidi Mayerhöfer, Fachberaterin für essbare Wildpflanzen
Frau Mayerhöfer, kann man den Frühling tatsächlich riechen?

Ja, denn die altbekannte Frühlingsluft gibt es tatsächlich. Ätherische Öle sind bei warmer Luft besser wahrnehmbar als bei eisigen Temperaturen und so können wir die Bäume, Sträucher und Blumen in der Natur wieder intensiver wahrnehmen.

Können Spaziergänger jetzt schon Frühlingsblüher beispielsweise im Klövensteen entdecken?

Frühlingsblüher wie Hasel, Birke, Schneeglöckchen und Märzenbecher können durchaus hin und wieder schon entdeckt werden.

Warum gilt die Birke im Norden als Frühlingsbaum?

Früher wie heute ist die Birke der Frühlingsbaum des Nordens und symbolisiert bis heute den Neuanfang und steht für Reinigung. Die Birke wurde bereits in der Steinzeit zu Beginn des Frühjahres angezapft. Die Römer nutzten den Saft zur Stärkung vor ihren Schlachten. Ihre Frauen tranken ihn als Schönheitselixier. In den letzten Jahren haben die Wirkstoffe der Birke Einzug in die Schulmedizin gehalten.

Warum hat die Medizin die Birke für sich entdeckt?

Birke wirkt entschlackend und reinigend. Heute ist in der Heilkunde bekannt, dass die Birke den Stoffwechsel anregt und alles was stockt wieder in Fluss bringt. Deshalb wurde sie auch gerne in feuchten Böden gepflanzt, um diese zu entwässern. Besonders Niere und Blase werden durchgespült. Sie reinigt den Körper, indem sie ihn entgiftet. Außerdem wirkt Birkenwasser äußerlich bei Hautproblemen und gegen Haarausfall.

Wo finden Interessierte in den Elbvororten Birken?

Um in den Anblick von Birken zu kommen, empfehle ich einen Rundgang im Forst Klövensteen. Besonders zahlreich sind Birken im Schnaakenmoor. Nachdem dort wasserführende Gräben geschlossen wurden, versumpften dort Flächen und es entstand eine neue Moorvegetation, die immer wieder von Birken und Kiefern freigehalten werden muss. Jedoch finden aufmerksame Betrachter immer wieder eingestreut zwischen Moor- und Heideflächen Birken- und Kiefernbruchwälder.

Lässt sich auch etwas in den Feldmarken entdecken?

Geht man in der Rissener, Osdorfer oder Sülldorfer Feldmark spazieren kann man mit Glück die weißlich-grauen Weidenkätzchen als Strauch oder Kopfweide geschnitten sehen. Besonders an Gräben oder am Uferrand, wo es feucht ist, fühlt sie sich wohl. Für den Menschen ist die Weidenrinde, dank der enthaltenen Salicylsäure, ein traditionelles Heilmittel gegen Schmerzen, Rheuma und Fieber.

Autorin: anna-lena.walter(at)kloenschnack.de

Fachführungen zu den Themen:
Baumheilkunde, Schätze des Waldes – köstlich und gesund und viele mehr bietet Heidi Mayerhöfer an.

Informationen und Anmeldung unter
04101/ 8317190

Mehr Infos: 

www.hamburg.de/altona/forst-kloevensteen

Über Hamburger Klönschnack