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„Ein unglücklicher Fall“

BEMERKENSWERTES 

Verkehrsgeschehen
„Ein unglücklicher Fall“

FOTO: ©STAUKE-FOTOLIA.COM
FOTO: ©STAUKE-FOTOLIA.COM
Mit so großem Interesse an ihren Verfahren konnten die Angeklagten im Blankeneser Amtsgerichtes kaum rechnen. Stühle aus dem Gerichtsflur mussten herangeschleppt werden, Zuhörer eng zusammenrücken. Dicht an dicht saßen dann erwartungsvolle Schüler des Wedeler Johann-Rist-Gymnasiums im proppevollen Saal. Als wenig später der Richter erwartungsvoll fragt, wer denn mal Jura studieren wolle, hebt sich kein Finger. Das Interesse am Gerichtsgeschehen ist trotzdem groß.

„Wieviel Freizeit haben Sie?“, will eine Schülerin vom Richter wissen. Die Antwort bleibt vage. „Wir müssen schon ganz ordentlich arbeiten.“ Vieles vom Geschehen nehme man aus dem Gerichtssaal zudem mit nach Hause. Bereitwillig antworten auch Protokollführer (ein Jurastudent) und Anklagevertreter (ein Referendar) auf die selbstbewusst gestellten Fragen der Gymnasiasten. Ein klein wenig enttäuscht mögen die Schüler schon sein. Denn beide an diesem Tag im Amtsgericht verhandelten Fälle stammen aus dem Verkehrsgeschehen. Im Vergleich zu Fällen einstiger Gerichtsshows sind sie eher harmlos.

Immerhin ist das zweite Verfahren, wenn auch nicht spannend, so wenigstens ungewöhnlich. Ein junger Mann, Jahrgang 1995, muss sich verantworten, weil er Ende August vergangenen Jahres einen Unfall verursacht hat. Dabei ist er gegen eine Zaun gefahren und hat dadurch einen Schaden von 1.725 Euro verursacht. Zunächst hatte er angegeben, die Bremsen hätten versagt. Doch wenig später stellte sich heraus, dass der Mann unterzuckert war und deshalb die Kontrolle über das Auto verloren hatte.

„Wie kam es zur Unterzuckerung“, will der Richter von dem gelernten Einzelhandelskaufmann wissen. Mit leiser, kaum verständlicher Stimme, berichtet der Angeklagte von seiner Krankheit. Er leide seit zehn Jahren unter der Zuckerkrankheit, so der verschüchtert wirkende Mann. „Ich muss alle drei Monate zum Arzt.“ Dabei bleibt der Grund für den auf einen abgesackten Blutzuckerwert von 34 unklar. Ein Sachverständiger ist zwar geladen, doch nicht erschienen.

Eine Schülerin des Wedeler Johann-Rist-Gymnasiums fragt: „Wieviel Freizeit haben Sie?“

Da der Angeklagte die Tat zugibt und keine Ausflüchte sucht, verläuft der Prozess in seltener Eintracht. Wobei der Versuch des Verteidigers, den Anklagevorwurf fallenzulassen und das Verfahren einzustellen, vom Richter kurzerhand zurückgewiesen wird. „Eine Einstellung kommt überhaupt nicht infrage. Über die Strafzumessung können wir reden.“ Zwar handele es sich um einen unglücklichen Fall, doch es habe auch ein Mensch verletzt werden können.

Hatte der Richter im Gespräch mit den Schülern noch von den Gefahren eines Widerspruchs gegen einen Strafbefehl gesprochen, erleben die Gymnasiasten an diesem Tag das Gegenteil. Mit einer Geldbuße von 750 Euro und einem Fahrverbot von weiteren sechs Monaten, kommt der Angeklagte besser weg, als es der Strafbefehl vorsah.

KREUZFAHRT
Weihnachtliche Überraschung

Gelungene Überraschung für der 800.000sten Kreuzfahrtfahrgast
Gelungene Überraschung für der 800.000sten Kreuzfahrtfahrgast
Hamburg begrüßte zum Abschluss der Kreuzfahrtsaison den 800.000sten Kreuzfahrtgast: Mr. Milford ging gerade gemeinsam mit seiner Partnerin Mrs. Starkey-Nesling von Bord der Columbus, um einen Nachmittag im weihnachtlichen Hamburg zu verbringen. Mit einem Shanty Chor und einem kleinen weihnachtlichen Begrüßungskommittee hatte Mr. Milford dabei nicht gerechnet – und freute sich umso mehr. Unter dem Beifall des gesamten Terminals übermittelten Sacha Rougier (Geschäftsführerin Cruise Gate Hamburg GmbH), Matthias Rieger (Geschäftsführer Hamburg Cruise Net e.V.) und Allwyn Furtado (Hotel Director, Cruise and Maritime Voyages) die Glückwünsche und ein Erlebnis-Paket für einen Hamburg-Aufenthalt. Dazu Mr. Milford: „Wir verreisen bereits zum fünfzehnten Mal mit Cruise and Maritime – aber das hier ist einmalig!“

loecher(at)hamburgcruise.net

MUSIK
Samba-Percussion-Workshop

Trommeln gegen den Winter-Blues ...
Trommeln gegen den Winter-Blues …
Für alle, die schwungvoll und dynamisch das neue Jahr beginnen möchten, bietet die Musikschule der Stadt Wedel einen Samba-Percussion-Workshop mit den Mitgliedern der Sambagruppe EL Batucada unter der Leitung von Olivier Stritt an. Der Kurs findet in der Aula der Ernst Barlach Gemeinschaftsschule statt. Der Kurs richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Workshop bietet eine gute Gelegenheit, einmal das Trommeln „heißer Rhythmen in kalter Jahreszeit“ auszuprobieren. Die Kursgebühr beträgt 20 Euro (Ermäßigungen sind möglich). Anmeldungen und Beratung im Sekretariat der Musikschule, Telefon 04103/91 54 54, E-Mail info@musikschule.wedel.de

Sa., 13. Januar, 11 Uhr 
Tinsdaler Weg 44
Wedel

VORVERKAUF GESTARTET
Ball der Hamburger Juristen

Am 17. Februar präsentiert sich der Ball der Hamburger Juristen im Hotel Atlantic in neuem Gewand: In der 62. Auflage findet er unter dem Motto „Tanz um die Welt“ statt und startet mit einer Nacht in Venedig.

Die Gäste dürfen sich über weitere Neuerungen freuen, darunter die Öffnung des Goldenen Saals für diejenigen, die zu House- und Pop-Musik von DJ Alex Naevecke tanzen wollen, sowie eine Getränkepauschale bis 21 Uhr. Zusätzlich soll ein Fotoautomat den Ball der Hamburger Juristen auflockern, verjüngen und so auch für Nicht- Juristen deutlich attraktiver gestalten.

In den Tanzsälen des Hotels erwartet die Gäste ein abendfüllendes Programm mit Live-Musik, einer Tombola und einem Drei-Gänge-Menü. Der Ball wird musikalisch von „Max & Friends“ begleitet. Die Band tritt ausschließlich live und mit Saxophon, Gitarre, Keyboard, Bass und Drums auf. Karten sind ab sofort online erhältlich.

www.hamburgerjuristenball.de

BUCHTIPP
Schifffahrt im 21. Jahrhundert

Die weltweite Schifffahrt befindet sich seit nunmehr zehn Jahren in ihrer schwersten Krise, mit fatalen Folgen für alle Beteiligten. Die Handelsschifffahrt hat sich nachhaltig verändert, die deutsche maritime Wirtschaft an Bedeutung verloren.

Karsten Kunibert Krüger-Kopiske beschreibt in seinem Buch „Schifffahrt im 21. Jahrhundert“ anhand statistischen Materials der letzten 20 Jahre die Ursache der Lage und benennt Verhalten und Fehler der letzten Jahrzehnte auf Seiten der Reeder, Werften, Banken und der Politik.

Koehler Verlag, ISBN 978-3-7822-1300-4

NEUJAHRSKONZERT
„Wien, du Stadt meiner Träume“

Im Hartwig Hesse Haus erklingen beim Neujahrskonzert Highlights aus Opern und Operetten zum Thema „Wien, du Stadt meiner Träume“. Mit dabei sind Solisten der Philharmonie Grodno aus Weißrussland.

Im Programm enthalten sind unter anderem „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ von Robert Stolz, „Auch ich war einst ein feiner Csárdáskavalier!“ aus der Operette „Gräfin Mariza“ oder auch Laras Thema aus „Doktor Schiwago“.

So., 14. Januar, 15.45 Uhr
Klövensteenweg 25
Rissen

SPENDE
Gutes aus der Druckerei

Benthe-Müller von den Off Road Kids mit Michael Hafemann, Geschäftsführer der Kröger Druck GmbH
Benthe-Müller von den Off Road Kids mit Michael Hafemann, Geschäftsführer der Kröger Druck GmbH
Bei Kröger Druck aus Wedel ist es inzwischen Tradition auf die üblichen Weihnachtsgeschenke zu verzichten und verschiedene soziale Projekte im Umkreis von Wedel/Hamburg mit einer Spende zu fördern. Mit der diesjährigen Spendenaktion wollte die Belegschaft unter anderem einen Teil zur Arbeit der Hilfsorganisation Off Road Kids beitragen und ebenso die Wildtierstation in Klein Offenseth- Sparrieshoop unterstützen.

Die Off Road Kids Stiftung existiert seit 1993 und ist die einzige Hilfsorganisation für Straßenkinder in Deutschland, die sich überregional einsetzt.

Die Wildtierstation Hamburg in Klein Offenseth-Sparrieshoop besteht seit dem Jahre 2012, wurde durch Christian und Katharina Erdmann als gemeinnützige GmbH gegründet und kümmert sich mittlerweile um über 1.000 Wildtiere pro Jahr, die meist durch zivilisatorische Auswirkungen verletzt wurden.

Über Hamburger Klönschnack