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G20-Gipfel 2017: Was müssen Hamburger wissen?

G20-Gipfel 2017
Foto: Screenshot NDR.de

Der G20-Gipfel 2017 am 7. und 8. Juli wird für allerlei Einschränkungen in der Hansestadt sorgen. Viele Hamburger flüchten aufs Land und sorgen sich um Unruhen. Wir haben ein paar Fragen und Antworten zusammengestellt, damit der Alltag auch an diesen beiden Tagen gelingt. 

Wer glaubt, dass ganz Hamburg an diesen Tagen auf der Straße steht und demonstriert, irrt sich. Die meisten wollen vermutlich einfach in Ruhe gelassen werden. Darum an dieser Stelle ein paar Alltagstipps zum G20-Gipfel 2017 in Hamburg:

Welche Einschränkungen wird es während des G20-Gipfels für die Hamburgerinnen und Hamburger geben?

Hamburg wird am 7. und 8. Juli in vier verschiedenen Zonen eingeteilt sein: Zwei Transferzonen und zwei Sicherheitszonen. Die größte Zone, die alle anderen inkludiert ist der Bereich zwischen dem Hamburger Flughafen und der Innenstadt. In diesem erweiterten Korridor werden die geringsten Einschränkungen erwartet. Hier kann es nur zwischenzeitlich zu Straßensperrungen kommen, wenn Staatsgäste und Delegationen vom Flughafen in die City geleitet werden. Gravierender ist die Transferzone zwischen Tagungsort und Hotels, die sich allesamt in der Innenstadt (inklusive Sternschanze) befinden. Doch auch hier gilt: Wer U- oder S-Bahn fährt, sollte auch hier vorankommen. Lediglich die Ein- und Ausgänge der Haltestellen Messehallen und Sternschanze können zeitweise gesperrt werden. Die Sicherheitszonen dagegen betreffen das Umfeld des Tagungsortes. Hier haben lediglich Anwohner und Besucher Zutritt, müssen sich aber einer Durchlasskontrolle ergehen. Eine Karte zu den Kontrollposten hat der NDR zusammengestellt. Unabhängig davon kann es zu weiteren Einschränkungen im Straßenverkehr kommen, die zum Teil auch durch unangemeldete Demonstrationen ausgelöst werden können.

Wer sorgt für die Sicherheit beim G20-Gipfel 2017?

Insgesamt werden fast 20.000 Polizisten für die Sicherheit des Gipfels und der Hamburger Bürgerinnen und Bürger sorgen. Den Großteil stemmt die Hamburger Polizei selbst. Zudem sorgen etwa 5.000 Polizisten, sowie zahlreiche Terrorexperten und Mitarbeiter vom BKA, aus anderen Bundesländern und Nachbarstaaten, für Sicherheit an diesen beiden Tagen.

Kann ich auf normale Veranstaltungen von Donnerstag bis Samstag gehen?

Ja, selbstverständlich. Vom 6. bis 8. Juli finden auch zahlreiche Nicht-G20-Events statt. Zwar musste Elton John sein Konzert mangels Landeerlaubnis im Rahmen des G20-Gipfels, absagen, ansonsten sollte das Kulturleben in der Hansestadt weitergehen. Allerdings könnte auch hier mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen sein. Außerdem sollte die Umgebung rund um die Elbphilharmonie gemieden werden, da hier das Abendprogramm der G20-Teilnehmer stattfinden wird.

Geben Kitas, Schulen und Unternehmen frei am 7. und 8. Juli?

Abhängig davon, wo sich die Einrichtung befindet, kann es durchaus zu Schließungen kommen. Grundsätzlich werden die Zugänge zu allen öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen gewährleistet. Es liegt aber an den Verantwortlichen und Arbeitgebern selbst, ob sie eine Schließung vorziehen. Am besten sprechen sie die zuständige Person an, ob eine Öffnung der jeweiligen Einrichtung stattfinden wird.

Welche Einschränkungen gibt es im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn?

Grundsätzlich werden alle planmäßigen Züge die Hansestadt erreichen. Allerdings werden diese von Freitag, 2 Uhr bis Samstag 16:30 in der Regel am Hamburger Hauptbahnhof enden. Weiterreisende nach Dammtor oder Altona sollten prüfen, ob sie ihr Ziel mit U- und S-Bahn oder Bussen erreichen können.

Muss ich mit Einschränkungen im Flugverkehr rechnen?

Nach eigener Aussage des Hamburger Flughafens, soll der Flugbetrieb nur geringfügig beeinträchtigt werden. Von Donnerstag bis Sonntag kann es zu vereinzelten Verspätungen kommen. Bitte informieren sie sich bei ihrer Airline, ob die Abflugzeiten eingehalten werden können. In jedem Fall sollten sie mehr Zeit bei der Anreise zum Flughafen einplanen, da es aufgrund des Transfers der Staatsgäste vereinzelt zu Straßensperrungen kommen kann.

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Thorsten Kolsch