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Flüchtlinge in Hamburg: Die Zahl sinkt, Integration weiter schwierig

Flüchtlinge in Hamburg
Plakate wie dieses zeugten von der Solidarität mit den Flüchtlingen. (Foto: Klönschnack)

Wie steht es um die Flüchtlinge in Hamburg? Zum Welttag des Migranten und Flüchtlings lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Stand der Dinge in der Hansestadt. 

Dass die Zahl der Flüchtlinge weiter sinkt, soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Integration vieler Migranten weiterhin eine große und schwierige Aufgabe bleibt. So sind im Dezember zwar nur noch 692 Schutzsuchende nach Hamburg gekommen, also 105 Menschen weniger als noch im November. Insgesamt hat sich die Zahl der in Hamburg gebliebenen Flüchtlinge somit auf 9.448 summiert. Das Problem: 7.708 suchen dringend eine Wohnung.

Flüchtlinge in Hamburg: Krise beendet, die Probleme bleiben

Zwar hat der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) die Flüchtlingskrise inzwischen für beendet erklärt, doch die Schwierigkeiten im Bereich der Integration bleiben. Die wichtigste Baustelle ist derzeit, im wahrsten Sinne des Wortes, der Wohungsmarkt. Noch immer wohnt ein Großteil der Geflüchteten in Erstunterkunften. Nun sollen zwanzig neue Folgeunterkünfte gebaut werden, um dem Bedarf gerecht zu werden.

Noch in 2018: Folgeunterkünfte für alle

Tatsächlich ist es nicht so, dass nicht geliefert werde, nur braucht dies eben seine Zeit. So sollen auch zwei Prestigeobjekte noch in 2018 eröffnet werden. Darunter auch die von Anwohnern vielfach kritisierte Unterkunft am Björnsonweg in Blankenese. 192 Menschen sollen hier in Zukunft leben. Weitere 104 Flüchtlinge sollen in einem Neubau in der Loogestraße in Eppendorf unterkommen.

Das erklärte Ziel sei es laut ZKF, dass in diesem Jahr alle Geflüchteten in Erstaufnahmen einen Platz in den Folgeunterkünften erhalten.

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Thorsten Kolsch