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Alt-Hamburg im Museum

Die Binnenalster von Luigi Kasimir um 1900, Kaltnadelradierung, koloriert (Foto: SHMH/MHG)

St. Pauli. In der neuen Sonderausstellung „Alt-Hamburg – Ecke Neustadt. Ansichten einer Stadt um 1900“ präsentiert das Museum für Hamburgische Geschichte vom 7. Juni bis 5. November 2017 einen seiner spannendsten Sammlungsbestände, der in diesem Umfang bisher nur selten zu sehen war. 

Im Fokus der Ausstellung stehen vor allem Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle und Künstlerdrucke, deren vielfältige Motive dem Betrachter eine Vorstellung vom Erscheinungsbild Hamburgs in der Zeit zwischen 1850 und 1913 vermitteln. Besonders in diesen Jahrzehnten veränderte sich das Aussehen der Hansestadt tiefgreifend: Aus der von Wallanlagen eingefassten Stadtvierteln mit engen Gässchen und winkligen Fachwerkhäusern entwickelte sich ein Hamburg, das sich immer mehr über die alten Stadtgrenzen hinaus ausbreitete – mit großen Straßen, eindrucksvollen Geschäftshäusern und einer modernen Infrastruktur.

Viele Künstler der Zeit waren fasziniert von der Stadt an der Elbe und hielten sie in oft romantisierenden, gelegentlich humorvollen Darstellungen fest. Diese künstlerisch und historisch interessanten Stadtansichten sind in der neuen Sonderausstellung des Museums zu neun Spaziergängen geordnet, bei denen sich der Besucher einen detailreichen Eindruck der Altstadt Hamburgs um 1900 verschaffen kann.

Dem historischen Einblick in die Stadt wird in der Ausstellung der heutige Blick auf die Stadt gegenübergestellt. War im 19. Jahrhundert oft der Zeichenstift das erste künstlerische Darstellungsmittel, zeigen uns derzeit viele Fotografen und Instagramer ihre individuelle Sicht auf Hamburg.

An der Ausstellung mitwirken

Neben den historischen Hamburg-Ansichten wird daher in der Ausstellung „Alt-Hamburg – Ecke Neustadt“ ein Spektrum neuer Stadtfotografie gezeigt, an dem sich die Besucher beteiligen können. Direkt unter #hamburgscapes bei Instagram oder über eine Zusendung an aktion@hamburgmuseum.de ist jeder Besucher eingeladen, an der Ausstellung mitzuwirken.

Museum für Hamburgische Geschichte
Holstenwall 24, St. Pauli

Über Louisa Heyder