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Sagebiels Fährhaus schließt am 30. November

Sagebiels Fährhaus
Das ehrwürdige Sagebiels Fährhaus steht zum Verkauf. (Foto www.sagebiels.com)

Traurig aber wahr: Nach mehr als 100 Jahren steht das Kultrestaurant Sagebiels Fährhaus vor dem Aus. Ein Käufer ist noch nicht in Sicht. 

Die Blankeneser mussten in den vergangenen Monaten stark sein. Dass reihenweise kleinere Läden, etwa in der Blankeneser Bahnhofstraße schließen, wurde fast Gewöhnungssache. Dass aber nun auch altehrwürdige Gastronomiebetriebe betroffen sind, ist neu. Erst kürzlich kündigten die Lühmanns an, ihre Teestube an einen neuen Inhaber zu übergeben. Dies scheint auch aussichtsreich. Weniger hoffnungsvoll blickt dagegen das Sagebiels Fährhaus in die Zukunft. Dabei ist die Geschichte rund um das Kultrestaurant, mit Ausblick auf die Elbe, einmalig.

Sagebiels Fährhaus: Wird aus dem Restaurant ein Hotel?

Einst wurden hier an der Straße Grube Rinder Richtung „Bull’n“ an die Elbe gescheucht, um sie von dort zu verschiffen. Im Film „Große Freiheit Nr. 7“ mit Hans Albers erlangte das Fachwerkhaus endgültige Berühmtheit. Doch nach mehr als 100 Jahren soll nun Schluss sein. Denkmalschutz und Erbpachtrecht machen die Suche nach einem Käufer nicht gerade leichter. Zudem sind vorwiegend Immobilienkäufer interessiert, die in dieser einmaligen Lage Luxuswohnungen oder ein Hotel bauen wollen.

Fest steht zum jetzigen Zeitpunkt nur eines: Am 30. November wird das Sagebiels bis auf weiteres seine Pforten schließen.

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Thorsten Kolsch