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Dramatische Kammermusik im Hanna Reemtsma Haus

Das Trio Axis: Ann-Katrin Eisold (Violoncello), Gabriele Mele (Violine) und Lydia Hammerbach (Klavier)

Rissen. Das Trio Axis spielt am 21. Januar 2018 im Festsaal des Hanna Reemtsma Hauses dramatische Kammermusik von Schönberg und Smetana. Dazu gehören das Werk „Verklärte Nacht“ op. 4 von Arnold Schönberg (1874 – 1951) und das Klaviertrio g-Moll op. 15 von Friedrich Smetana (1824 – 1884). Karten sind ab sofort erhältlich. 

Musikalische Umsetzungen von poetischer und dramatischer Literatur waren im ausgehenden 19. Jahrhundert äußerst beliebt. Viele Gedichte und Erzählungen namhafter Dichter kamen erst durch eine Komposition zu öffentlicher Bekanntheit und Geltung. In der Reihe der Rissener RIKUS-Matinéen, die in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Rissen stattfinden, spielt das Trio Axis am 21. Januar um 11.30 Uhr im Festsaal des Hanna Reemtsma Hauses.

Die drei jungen Musiker sind Absolventen der Hochschule der Künste Bremen. Im März 2014 wurde das Trio mit dem ersten Preis beim Wettbewerb „Riviera Etrusca 2014“ in Piombino (Italien) in der Kategorie „Kammermusik“ ausgezeichnet. Neben seinen Konzerten bringt das Trio Axis mit dem selbst entwickelten Programm „KlassenKlänge“ klassische Kammermusik in deutschsprachige Schulen.

Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ op. 4 basiert auf dem gleichnamigen Gedicht von Richard Dehmel. Es beschreibt ein spazierengehendes Paar im Mondschein. Die Frau gesteht ihrem Geliebten, dass sie von einem Anderem ein Kind erwartet. Sie trifft auf großmütiges Verständnis bei dem Mann, der das Kind als Eigenes annehmen will. Das um 1900 noch höchst anrüchige Sujet hat hohe Wellen geschlagen und wurde zu gleichen Teilen abgelehnt und begeistert aufgenommen. Schönberg hat die „Verklärte Nacht“ für Streichsextett angelegt und später für Streichorchester erweitert. Die Fassung für Klaviertrio stammt von Schönbergs Schüler Eduard Steuermann.

Dramatisch, explosiv und mitreißend beginnt Friedřich Smetana sein Klaviertrio in g-Moll op. 15. Beginnend mit einem Violinsolo, welches den Tod der vierjährigen Komponistentochter Bedřiska beklagt, öffnet der Geiger das Tor in ein höchst emotionales Kammermusikwerk. Doch neben den tragischen Klängen, getränkt von Wut und Trauer, mischt Smetana immer wieder frohe Erinnerungen an seine Tochter hinzu: helle und tänzerische Passagen, die an das Lachen und Spielen von Kindern erinnern. Der Totentanz als Finalsatz mündet in einen Trauermarsch, der den Sarg des toten Mädchens musikalisch zu Grabe geleitet – um überraschend triumphierend zu enden.

Karten zum Konzert gibt es ab sofort beim Hanna-Reemtsma-Haus und in der Buchhandlung Kötz und Buchenau (Wedeler Landstraße 53c).
Preis: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, Kinder bis zwölf Jahre frei.

Hanna Reemtsma Haus
Kriemhildstraße 15, Rissen

Über Louisa Heyder